| 21:12 Uhr

Drei Platzverweise
Vogtland ist sauer auf meckernde Spieler

Köllerbachs Trainer Robin Vogtland will seinen Spielern im Training zeigen, wo es langgeht. Er war nach den drei Platzverweisen in der Partie in Neunkirchen mächtig angefressen.
Köllerbachs Trainer Robin Vogtland will seinen Spielern im Training zeigen, wo es langgeht. Er war nach den drei Platzverweisen in der Partie in Neunkirchen mächtig angefressen. FOTO: Andreas Schlichter
Köllerbach. Hitziges Duell bei frostigen Temperaturen: Köllerbach unterlag Neunkirchen mit 0:2, weil die undisziplinierten Sportfreunde drei Platzverweise kassierten. Von Philipp Semmler

Mächtig viel los war am vergangenen Samstag im altehrwürdigen Neunkircher Ellenfeld-Stadion. Trotz frostiger Temperaturen war die Atmosphäre im Duell zwischen den Fußball-Saarlandligisten Borussia Neunkirchen und Sportfreunde Köllerbach hitzig. Am Ende setzte sich die Borussia vor 226 Zuschauern trotz großer Personalprobleme gegen den Tabellenneunten mit 2:0 (0:0) durch und kletterte dadurch auf Rang drei. Die Köllerbacher bleiben Tabellenneunter.


„Wir haben gewonnen, weil wir die diszipliniertere Mannschaft waren“, erklärte Neunkirchens Trainer Björn Klos. Was der 34-Jährige damit meinte: Seine Mannschaft schlug zu, als der Gegner sich durch Feldverweise selbst geschwächt hatte. In der 81. Minute brachte Kapitän Jens Kirchen die Gastgeber nach einer Kombination über Marcel Jung und Mouhamad Diallo in Führung. Die Köllerbacher waren zu diesem Zeitpunkt nur noch zu Zehnt auf dem Spielfeld. Mergim Kuqi hatte wegen wiederholten Foulspiels in der 63. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen.

Als der eingewechselte A-Jugendliche Jodi Daoud in der Nachspielzeit alleine auf das leere Tor der Sportfreunde zulief und zum 2:0-Endstand einschob, waren nur noch acht Köllerbacher auf dem schwer bespielbaren Rasen im Ellenfeld-Stadion. Unmittelbar nach dem Gegentor zum 0:1 hatte sich Basel Haj Mohammad wegen Meckerns Gelb-Rot abgeholt. In der Nachspielzeit sah sein Mannschaftskollege Samir Louadj die Rote Karte. Er hatte sich nach einer „Rudelbildung“ wohl zu einer Beleidigung hinreißen lassen.

Die drei Platzverweise für seine Mannschaft stießen Köllerbachs Spielertrainer Robin Vogtland sauer auf. „Dazu werde ich sicher im Training noch ein paar Worte verlieren. Wir dürfen nicht immer permanent Meckern und dafür Karten kassieren. Das geht gar nicht“, sagte der 28-Jährige. Schiedsrichter Christian Michelbach machte Vogtland wegen der drei Feldverweise keine Vorwürfe. Lediglich die Bewertung einer Szene monierte er: Nach einer halben Stunde kam Köllerbachs Nils Borgard im Duell mit Borussen-Torhüter Jonas Merhej zu Fall. Michelbach ließ weiterlaufen. „Für mich war das ein Elfmeter“, sagte Vogtland.

Nicht nur wegen der Platzverweise und der Niederlage war es für Köllerbach ein gebrauchter Tag. Zu allem Überfluss musste Vogtland auch noch in der Pause seinen Torjäger Valentin Solovej auswechseln. Er hatte den Ball aus kurzer Distanz aufs Auge bekommen und ein „Veilchen“ davon getragen. Wenig später musste auch Georgios Anastasopoulous mit Knieproblemen vom Feld. Ihr Einsatz morgen im Heimspiel um 19 Uhr gegen den Tabellenvorletzten FC Homburg II ist offen.