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Online-Umfrage
Verzichten? Wenn, dann für die Gesundheit

Völklingen/Warndt/Köllertal. SZ-Leserinnen und -Leser haben in einer nicht repräsentativen Online-Umfrage Auskunft gegeben, wie sie es mit dem Fasten halten. Ein Drittel der Befragten will ab heute Verzicht üben. Von Doris Döpke

Mit dem Fastnacht-Feiern, das hat unsere jüngste Online-Umfrage ans Licht gebracht, hält es nur eine Minderheit der SZ-Leserinnen und -Leser. Allerdings eine große. Und wie sieht es aus, wenn vom Aschermittwoch an „alles vorbei“ ist, sprich: Wenn nach dem Ende des heiteren Maskentrubels die Fastenzeit beginnt? Wir haben auch zum Thema Fasten online ein paar Fragen gestellt. 139 Menschen haben bei dieser nicht repräsentativen Umfrage mitgemacht.


68 Prozent der Teilnehmer, 94 Menschen, denken nicht daran, jetzt selbst in irgendeiner Form zu fasten. 32 Prozent (45 Teilnehmer) wollen das jedoch tun. Ein Drittel derer, die eine Fasten-Phase planen, will sich bei Getränken einschränken, bei Alkohol etwa. 29 Prozent haben sich Verzicht auf andere Genussmittel vorgenommen, von Tabak bis Schokolade; 27 Prozent wollen beim Essen kürzer treten. Vier Prozent wollen weniger Auto fahren; je zwei Prozent haben vor, weniger fernzusehen und im Internet zu surfen. Und jemand hat in einer offenen Antwort auch bekundet, auf Sex verzichten zu wollen.

Welche Gründe könnten sich die Leser – egal ob sie aktuell fasten oder nicht – für sich persönlich vorstellen, um zeitweilig auf irgendetwas zu verzichten? 58 Prozent (81 Teilnehmer) nennen gesundheitliche Gründe, beispielsweise Abnehmen. Die Antwort „grundsätzlich lernen, dass man auf vermeintlich Selbstverständliches auch mal verzichten kann“ haben 23 Prozent (32 Menschen) angeklickt. Sechs Prozent können sich vorstellen, dass sie so eine andere Sicht auf den Alltag bekommen, auf den eigenen und auf den anderer Menschen; fünf Prozent haben sich für „Aufbrechen eingefahrener Gewohnheiten“ entschieden. Religiöse Motive spielen für vier Prozent eine Rolle. Ökologische Gründe oder der Gedanke, Materielles nicht so wichtig zu nehmen, folgen abgeschlagen am Schluss.



Und was denken unsere Umfrage-Teilnehmer über große öffentliche Aktionen wie etwa das Autofasten? Das bedeutet, dass man, wo es irgend möglich ist, einige Wochen lang aufs Auto verzichtet. 44 Prozent (61 Umfrage-Teilnehmer) finden das gut. Weitere 14 Prozent (20) würden gern mitmachen, sehen aus praktischen Gründen aber keine Chance dazu. 32 Prozent (45) hingegen sind von der Idee nicht angetan oder halten’s für überflüssig. Und neun Prozent (13) haben keine Meinung zum Autofasten, sie haben „weiß nicht“ angeklickt.

Wer mitmachen will beim SZ-Umfrage-Center, muss sich nur einmalig registrieren (kostenlos). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden mit Punkten belohnt, die in Einkaufsgutscheine umgewandelt werden können.