Versammlung zu den Tiefbauarbeiten in der Püttlinger Schlehbachstraße

Tiefbauarbeiten : Püttlingern steht ein großes Buddeln bevor

Bürger äußerten sich zu Arbeiten in der Schlehbachstraße. Und dazu, wie teuer das für sie werden kann.

„Eine reine Anliegerstraße.“ Dieser Wunsch eines Bewohners der Püttlinger Schlehbachstraße, geäußert in der Einwohnerversammlung, gefiel seinen rund 90 Nachbarn, die heftig Beifall klatschten.  Vorher stehen umfangreiche Tiefbauarbeiten an. Gas, Wasser, Strom, Licht, Glasfaser: Die Energis-Netzgesellschaft, die Ingenieurgesellschaft für Bauwesen W.S.V.  Saarbrücken und der Eigenbetrieb Technische Dienste der Stadt Püttlingen erneuern all das ab dem zweiten Halbjahr und im kommenden Jahr.

Bei den Hausanschlüssen geht es auch an den Geldbeutel der Eigentümer; da Erdkabel die Stromleitungen auf den Dächern ersetzen, sind in den Häusern unter Umständen Elektroarbeiten zwischen Panzerkasten und Zählerschrank erforderlich. Dafür kann es Energis-Projektleiter Ruben Penth zufolge unter bestimmten Voraussetzungen einen 300-Euro-Zuschuss geben. Er decke meist die erforderlichen Ausgaben. Deutlich teurer dürften unterdessen für Gebäudeeigner die Hausanschlüsse für den neuen Kanal werden. Die Filme aus dem Kanal werden noch ausgewertet, sagte Tiefbau-Werkleiter Hans Egon Maurer. Bei Häusern mit marodem Anschluss – und das dürften bei dem Alter der Häuser in der Schlehbachstraße viele sein –, verpflichte die Satzung die Eigentümer, eine Sanierung zu ihren Lasten in Auftrag zu geben.

„Zwischen drei- und sechstausend Euro, grob geschätzt“, dürfte so eine Sanierung kosten, die aber eine Investition in den Werterhalt eines Hauses sei, sagte Maurer. „Das kann sich doch längst nicht jeder Bürger leisten, denken Sie mal an Bezieher kleiner Renten“, wandte ein Bürger ein. „In solchen Fällen“, erwiderte Maurer, „können wir uns auf Ratenzahlungen verständigen.“

Die meisten Diskussionen gab es beim Verkehr. Bernd Wagner vom Ingenieurbüro W.S.V stellte drei Varianten vor: Die Schlehbachstraße bleibt in beide Richtungen befahrbar. Oder sie wird mit allen Vor- und Nachteilen zur Einbahnstraße. Oder sie wird gar, wie von den Bürgern gefordert, als Sackgasse mit Wendehammer zur Anliegerstraße.

Zudem soll es in jedem Fall verkehrsberuhigende Maßnahmen geben. „Unsere Mitarbeiter im Eigenbetrieb stehen jedem Bürger zu jeder Zeit zur individuellen Beratung zur Verfügung“, versprach Bürgermeister Martin Speicher.

Weitere Auskünfte über das Vorhaben unter Tel. (0 68 98) 69 10, 6 91-2 51.

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