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Vandalen beim Trassen-Bau gab es schon vor 100 Jahren

Köllertal. Beim Bau der Saarbahn-Trasse hat es wiederholt Ärger mit Zerstörungen an Saarbahn-Eigentum gegeben - durch Kabel-Diebe oder Vandalismus. Doch Probleme solcher Art sind keineswegs neu: Offenbar gab es schon vor 100 Jahren beim Bau der Köllertal-Bahntrasse Menschen, die sich am Eigentum der Bahn bedienten oder es beschädigten

Köllertal. Beim Bau der Saarbahn-Trasse hat es wiederholt Ärger mit Zerstörungen an Saarbahn-Eigentum gegeben - durch Kabel-Diebe oder Vandalismus. Doch Probleme solcher Art sind keineswegs neu: Offenbar gab es schon vor 100 Jahren beim Bau der Köllertal-Bahntrasse Menschen, die sich am Eigentum der Bahn bedienten oder es beschädigten. Darauf deutet eine "Regierungs-Polizei-Verordnung" vom 30. Juli 1910 hin, die am 5. September 1911 vom Heusweiler Bürgermeister Mayer veröffentlicht wurde. Dort heißt es nicht nur, dass "Beschädigungen der Bahn und der dazu gehörigen Anlagen sowie der zum Bau benötigten Geräte" verboten sind, an einer Stelle will man den Passanten sogar vorschreiben, wie schnell sie zu gehen haben und droht mit Strafe - wobei das Lesen der Verordnung fast schon selbst eine Strafe ist: Passanten eines "provisorischen Fußgängerweges" werden darauf aufmerksam gemacht "dass sie sich mit möglichster Beschleunigung auf die andere Seite der Brücke zu begeben, sich jeder Berührung baulicher Vorrichtungen zu enthalten haben bei Vermeldung exemplarischer Bestrafungen, die durch Nichtbefolgung der Weißungen der Bahnangestellten oder durch widerspenstiges Verhalten diesen gegenüber erheblich verschärft werden." Alles klar? > 100 Jahre Köllertal-Bahn: Seite C 8 red