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„Unüberbrückbare Differenzen“

„Unüberbrückbare Differenzen“

Laut Pressemitteilung des Bergmanns- und Unterstützungsvereins Köllerbach kam es überraschend: Der Vereinsvorsitzende Jürgen Bohnenberger ist in der Generalversammlung wegen „unüberbrückbarer Differenzen“ zurückgetreten.

Im Bergmanns- und Unterstützungsvereins Köllerbach scheint es dicke Luft gegeben zu haben: In der Mitgliederversammlung hatte Jürgen Bohnenberger zwar noch die Regularien wie Begrüßung und Vorstellung der Tagesordnung übernommen, doch nach der Entlastung des Vorstandes und vor den anstehenden Vorstandswahlen ist er von seinem Amt zurückgetreten. "Als Grund nannte er unüberbrückbare Differenzen mit einzelnen Vereins- und Vorstandsmitgliedern, die er so nicht weiter hinnehmen will und kann", heißt es dazu in der Pressemitteilung des Vereins zur Versammlung, "diese Entscheidung kam für den Vorstand sowie für alle Anwesenden völlig überraschend. Außerdem trat er schriftlich aus dem Verein aus und hat die Versammlung verlassen."

Der Vorstand unter dem zweiten Vorsitzenden Edmund Schneider bleibe, laut Satzung, auch weiterhin geschäftsfähig. Nun soll möglichst schnell eine außerordentliche Generalversammlung einberufen werden, um einen neuen ersten Vorsitzenden zu wählen.

Schriftführer Roman Weyland erinnerte in einem Rückblick an das vergangene Jahr mit seinen zahlreichen Jubiläen und Einladungen durch befreundete Vereine . Nicht zuletzt hatte der Bergmanns- und Unterstützungsverein auf sein 90-jähriges Bestehen zurückblicken können. Zu den Feierlichkeiten habe es ausschließlich positive Rückmeldungen gegeben. "Eine solch große Bergparade mit vier Musikzügen und den zahlreichen Vereinen war schon ein bewegendes Ereignis und wird so es im Köllertal wohl nicht mehr geben", heißt es dazu im Bericht des Vereins. Weyland würdigte zudem das Engagement der vielen Helfer, und er warf auch einen Blick auf die anstehenden Termine: Da der Barbaratag 2016 auf einen Sonntag falle, wolle man versuchen, die Barbarafeier in das Hochamt der Gemeinde und die Feierlichkeiten in den Räumen der Begegnungskirche abzuhalten. Entsprechende Anfragen und Planungen seien im Gange.

Die Kassenlage des Vereins, so Hauptkassierer Bernd Warken, sei trotz eines kleinen Verlustes durch die 90-Jahr-Feier unterm Strich solide. Zum Stichtag 1. Januar hatte der Verein 872 Mitglieder - das bedeutet einen kleinen Rückgang im Laufe des vergangenen Jahres durch 14 Sterbefälle und fünf Austritte gegenüber einem Neuzugang. Die Kassenprüfer Anton Wolmeringer und Josef Grün bestätigten eine fehlerfreie Kassenführung

Das Museum und die Stadt

Das Bergbaumuseum in Engelfangen wurde 2015 ins virtuelle Informationszentrum "Das Erbe des deutschen Steinkohlenbergbaus" der RAG-Stiftung in Bochum aufgenommen (die SZ berichtete). In diesem Zusammenhang wolle der Vorstand erneut das Gespräch mit der Stadt Püttlingen als Träger des Museums suchen. Dabei gehe es dann etwa um Hinweisschilder, den Einbau von Gabionen, Kosten für Malerarbeiten und die Bereitstellung eines Budgets für die Anlage.

Zum Thema:

Auf einen BlickPersonalien: Bei den anstehenden Wahlen wurde der 2. Vorsitzende Edmund Schneider im Amt bestätigt, ebenso Hauptkassierer Bernd Warken, Gerätewart Maternus Bär und Hans Sander als Vertreter der Unterkassierer. Neuer 2. Schriftführer ist Lukas Weyland, Beisitzer sind Helmut Walter und Joachim Winkmann. Auch neue Aufgabenbereiche wurden eingeführt und entsprechend neue Beauftragte gewählt: Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit ist Roman Weyland und Betreuer der Vereins-Homepage Lukas Weyland. Kassenprüfer 2016 sind Wolfgang Münz und Josef Grün, Ersatzmann ist Arnold Folz. red