Und sie steht wieder felsenfest

Die Sanierung der mittelalterlichen Kirchhofmauer an der Köllerbacher Martinskirche ist abgeschlossen. Statt der ursprünglich veranschlagten 17 000 Euro stiegen die Kosten auf 230 000 Euro.

Die Martinskirche in Köllerbach zählt zu den ältesten Sakralbauten im Saarland. Im Jahr 1223 erstmals urkundlich erwähnt, wurde sie im Laufe der Jahrhunderte mehrmals saniert. Zur Bestandssicherung wurde im vorigen Jahr auch die Kirchhofmauer aus dem Mittelalter in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalschutz grundlegend ausgebessert. Die Arbeiten wurden Ende vorigen Jahres abgeschlossen. Nach Angaben von Professor Dr. Joachim Conrad, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Kölln, war die bis zu vier Meter hohe Mauer aus Natursteinen vor allem zur Martinsstraße hin einsturzgefährdet. Es bestand Gefahr für Leib und Leben von Passanten.

Das Dirminger Betonbauunternehmen bbr Bausanierungen hat im Verlauf der Arbeiten mehrere Strumpfanker metertief in den Untergrund getrieben, hunderte Steine ausgetauscht, alle Verfugungen erneuert und die Stützpfeiler neu gegründet. Die ursprünglich mit 17 000 Euro veranschlagte Maßnahme kostete letztlich 230 000 Euro . Das genaue Ausmaß des Schadens wurde nämlich erst nach und nach erkannt. Da die Kirchengemeinde den Betrag nicht aus dem Ärmel schütteln kann, ist sie auf Spenden angewiesen. Sie erwartet zwar Zuschüsse, rechnet dabei jedoch nur mit einem niedrigen vierstelligen Betrag.

Die andere, in den 1950er Jahren errichtete Mauer zur Sprenger Straße, wurde zeitgleich mit der Hofmauer von der Stadt Püttlingen saniert.

Pfarrer Conrad berichtete auch, dass die Kirchhofmauer vor 140 Jahren zum letzten Mal umfassend saniert worden war.

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