Traurige Unfallbilanz

Köllertal. Ein tragischer Verkehrsunfall ereignete sich am Samstag, kurz nach 17 Uhr, auf einem Feldwirtschaftsweg zwischen Eiweiler und Mangelhausen, berichtet die Polizeiinspektion Köllertal. Ein 60-jähriger Radfahrer aus Quierschied kam aus ungeklärter Ursache beim Durchfahren einer abschüssigen scharfen und unübersichtlichen Linkskurve auf die Gegenspur

Köllertal. Ein tragischer Verkehrsunfall ereignete sich am Samstag, kurz nach 17 Uhr, auf einem Feldwirtschaftsweg zwischen Eiweiler und Mangelhausen, berichtet die Polizeiinspektion Köllertal. Ein 60-jähriger Radfahrer aus Quierschied kam aus ungeklärter Ursache beim Durchfahren einer abschüssigen scharfen und unübersichtlichen Linkskurve auf die Gegenspur. Dort prallte er mit einem entgegenkommenden landwirtschaftlichen Gespann eines 28-Jährigen aus Heusweiler zusammen. "Der Radfahrer verstarb trotz Reanimationsmaßnahmen infolge seiner schweren Kopfverletzungen noch an der Unfallstelle", heißt es im Polizeibericht. Wie bei solch schweren Unfällen üblich, hat die Staatsanwaltschaft in Saarbrücken ein Gutachten zur genauen Rekonstruktion des Unfalls in Auftrag gegeben. Ebenfalls am Samstag hatte es, bereits gegen 11.40 Uhr, einen schweren Arbeitsunfall an der Baustelle für die neue Saarbahntrasse in Walpershofen gegeben, bei dem ein 34-jähriger Arbeiter lebensgefährlich verletzt wurde. Das richtige Verhalten seiner Kollegen rettete dem Mann möglicherweise das Leben. Die Polizei rekonstruierte bisher folgenden Unfall-Hergang: Der 34-Jährige bearbeitete gerade neben der neuen Brücke einen Betonblock mit einer für den Handgebrauch gefertigten Trennschleifmaschine ("Handtrennschleifer"). Plötzlich verhakte die Trennscheibe im Beton und die Maschine schlug unkontrollierbar gegen den Oberkörper des Arbeiters. Dabei wurde die Halsschlagader des Arbeiters durchtrennt. "Nur durch das beherzte Eingreifen und überlegte Handeln der anderen Arbeiter sowie der eingesetzten Rettungskräfte gelang es, den Zustand des Arbeiters in dieser lebensgefährlichen Situation zu stabilisieren", heißt es in der Polizeimeldung. Der Rettungshubschrauber Christoph 16 brachte den Notarzt zum Unfallort. Der Verletzte wurde dann mit dem Rettungswagen zur Notoperation in eine Saarbrücker Klinik gebracht. Auch in diesem Fall ermittelt die Kriminalpolizeiinspektion Saarbrücken.Auch zwei kleinere Unfälle verzeichnet die Polizei, beide ereigneten sich fast zur gleichen Zeit am Freitagabend in der Saarbrücker Straße in Riegelsberg auf den regennassen Saarbahnschienen: Ein 51-Jähriger aus Riegelsberg fuhr um 18.50 Uhr mit seinem Renault Twingo in Richtung Heusweiler. "Infolge Unachtsamkeit kam er auf den regennassen Schienen der Saarbahn ins Rutschen. Beim Gegenlenken kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und stieß gegen eine Fußgängerampel", heißt es im Polizeibericht. Der Sachschaden beträgt etwa 2000 Euro. Nur fünf Minuten später war ein 52-Jähriger aus Frankreich mit seinem Motorrad ebenfalls Richtung Heusweiler unterwegs. Beim Abbremsen an einer roten Ampel geriet er auf eine Schiene. Auch er kam auf dem regennassen Untergrund ins Rutschen und anschließend zu Fall. Der Fahrer blieb unverletzt, der Sachschaden beträgt etwa 500 Euro.