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Toller Blick vom „Licht auf dem Berg“

Toller Blick vom „Licht auf dem Berg“

Die Marienkapelle auf dem Püttlinger Hundsberg wurde vor 90 Jahren vom Marianischen Jünglingsverein gebaut.

Von allen kirchlichen Gebäuden in Püttlingen hat die Marienkapelle wohl die romantischste Geschichte. Freiwillige Helfer der 1921 gegründeten "Marianischen Jünglingskongregation" hatten sie 1927 unter der Regie von Kaplan Wilhelm Schwickerath gebaut. Die Altvorderen müssen gut in Form gewesen sein, schleppten sie doch jegliches Baumaterial "von Hand zu Fuß" den steilen Hundsberg hinauf.

Heutzutage ist die Zufahrt zur Marienkapelle einfacher, mit dem Auto über die Ritterstraße bis zum gut ausgebauten Parkplatz in unmittelbarer Nähe, und von dort aus auch für Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer leicht erreichbar.

Albert Steimer vom Verwaltungsrat der Kirchengemeinde Liebfrauen Püttlingen sagt: "Unsere Marienkapelle wird von sehr vielen Menschen besucht, auch von solchen, die sonst selten zur Kirche gehen." An was mag es liegen? Die Hundsberg-Wallfahrtsstätte ist jedenfalls gut in Schuss: Die gesamte Anlage wirkt, dank der Anstrengungen des Kapellenteams, (siehe Info) gepflegt, nicht zuletzt durch 30 neue Holzbänke, die voriges Jahr im Außenbereich aufgestellt wurden. Innen befindet sich eine Madonna mit Kind, brennen viele Fürbittkerzen, zeugen um die 400 Votivtafeln (Danktafeln) von der Überzeugung ihrer Spender: "Maria hat geholfen!" Und die Aussicht vom Kapellen-Plateau ist spektakulär!

"Einen schöneren Blick auf Püttlingen werden Sie kaum finden", schwärmt Steimer. Recht hat er. Hier ließ die Kirchengemeinde vor wenigen Jahren ein großes Eisenkreuz im Stil der Weltjugendtage 2005 erbauen, mit elektrischer Beleuchtung, so dass man von unten im Köllertal das "Licht auf dem Berg" gut erkennen kann.

Jetzt, im Frühlingsmonat Mai, steht die Püttlinger Marienkapelle innerhalb der Pfarreiengemeinschaft Püttlingen besonders im Mittelpunkt. Das liegt daran, dass in der katholischen Kirche vom "Marienmonat Mai" die Rede ist. Gilt doch die Gottesmutter Maria als "Inbegriff neuen Lebens", so dass hier uralte heidnische Frühlingsbräuche christlich ausgedeutet werden.

Also finden im Monat Mai hier an jedem Sonntag um 17 Uhr Maiandachten statt (zusätzlich am Dienstag, 16. Mai, ebenfalls um 17 Uhr, von der Frauengemeinschaft Liebfrauen). Am Dienstag, 23. Mai, 18 Uhr, beginnt am Friedhof Ritterstraße die traditionelle Bittprozession mit anschließendem Gottesdienst an der Marienkapelle. Bei solchen Bittprozessionen vor dem Kirchenfest "Christi Himmelfahrt" handelt es sich um Bittgänge, durch die sich die Teilnehmer "Gottes Segen für Fluren, Äcker und Felder" erhoffen.

Zum Thema:

 Albert Steimer und Hermine Speicher vor der Kapelle.
Albert Steimer und Hermine Speicher vor der Kapelle.
 Die Madonna in der Kapelle.
Die Madonna in der Kapelle.

Zum Helferteam rund um die Marienkapelle Püttlingen zählen, neben weiteren ungenannten Freiwilligen, namentlich Hermine Speicher, Johannes Müller, Ludwig Pistorius, Reinhold Becker, Berti Blum und Oswald Speicher senior. Verwaltungsrat Albert Steimer sagt: "Alles fleißige Pensionäre, die sich aber gern über weitere Unterstützung freuen." Auskunft dazu gibt es im Pfarrbüro Liebfrauen unter Telefon (0 68 98) 6 60 41, oder im Internet. www.pfarreiengemeinschaft-puettlingen.de