Tief-Streifschuss am Wochenende

Ausgerechnet zum Fastnachts-Wochenende wird die ruhige Hochdrucklage, die uns Hoch Gabriela bescherte, durch einen Tief-Streifschuss von Westeuropa unterbrochen - dichte Wolken und etwas Regen bestimmen das Wetter - ehe in der nächsten Woche die Dominanz des Hochdruckeinflusses langsam wieder zunimmt.

Heute wandert Hoch Gabriela zum Balkan und leitet bei uns eine südliche Strömung ein. Es ist sonnig und trocken, später ziehen als Vorboten des tiefen Luftdrucks dichtere Wolkenfelder durch. Mit Höchstwerten von 8 bis 10 Grad wird es bei auflebendem Wind sehr mild. Morgen schleicht sich das von England nach Frankreich ziehende, kleine Tief Quinn mit seinen Fronten heran und hat wolkenreiche, feuchte Luft im Gepäck. Es ist bedeckt, zeitweise regnet es am Samstag leicht bei Temperaturen um 7 Grad. Auch der Sonntag zeigt sich grau und trüb mit etwas Regen . Von der Nordsee wandert am Rosenmontag ein Höhentief Richtung Mittelmeer und beeinflusst unser Wetter mit starker Bewölkung, vereinzelt können, bei 5 bis 7 Grad, ein paar Regentropfen fallen. Nachdem sich die letzten Reste des Tiefs am wolkigen Dienstag langsam auflösen, steigt der Luftdruck über Europa großräumig wieder an. So wird sich ab Aschermittwoch von Spanien über Deutschland bis nach Osteuropa eine lang gestreckte, kräftige Hochdruckzone aufbauen - das neue Hoch Hanne gibt sich die Ehre - und sorgt für ruhiges Wetter. Dabei ist es teils hochnebelartig bedeckt, teils kann es sonnige Phasen geben. Die Höchstwerte bewegen sich je nach Aufheiterungen zwischen 4 und 8 Grad. Nach der häufigen Tiefdrucktätigkeit im bisherigen Winter haben wir es jetzt im Februar vermehrt mit Hochdrucklagen zu tun. Die Wasserbilanz ist deutlich positiv, immerhin brachte der Januar mehr als das doppelte des Niederschlags-Solls. Auch wenn wir nun mildere Tage erleben, sollten wir den Winter aber noch nicht ganz abschreiben.