Thomas Blug sorgt für furioses Finale im Kulturbahnhof

Open-Air-Reihe war ein großer Erfolg : Thomas Blug sorgt für ein furioses Finale am Kulturbahnhof

Das Abschlusskonzert des „Sommerfahrplans“ lockte über 1000 Musikfans nach Püttlingen. Kulturforum Köllertal zieht positive Bilanz.

(cim) Perfekter könnte ein Abschluss des Sommerfahrplans auf dem Gelände des Püttlinger Bahnhofs wohl kaum sein. Ein trockener Spätsommerabend mit angenehmen Temperaturen, dazu weit mehr als 1000 Besucher, ausreichend kühle Getränke und dazu gleich vier Garanten für allerbesten Musikgenuss – so verabschiedete sich die 27. Auflage der Open Air- Reihe des Kulturforums Köllertal am Freitagabend von seinen Gästen.

Ausnahmegitarrist und Publikumsliebling Thomas Blug heizte zum Abschluss gut zweieinhalb Stunden lang dem bunt gemischten Publikum mit seiner Gitarre richtig ein. Mitgebracht hatte Blug diesmal unter dem Motto „Allstars“ gleich drei überaus versierte Musikerkollegen, die mit ihm die Liebe zur Musik nicht nur teilen, sondern es auch verstehen, das Publikum mit ihren Songs – vor allem aber ihren Improvisationen – in ihren Bann zu ziehen. Natürlich durften die großen Hits von Jimi Hendrix, Creedence Clearwater Revival und The Who 50 Jahre nach Woodstock nicht fehlen. Wie groß die Spielfreude der vier Musiker ist, zeigte unter anderem, dass sogar Miss Marple musikalisch mit ihrem Taxi um die Ecke auf den Bahnsteig fuhr. Am Ende auf dem Bahngleis in Püttlingen wieder gut angekommen, durften neben Thomas Blug auch der britische Sänger David Readman mit seiner rockigen Stimme, Schlagzeuger Wolf Simon aus Köln, der viele Jahre Mitglied der „Höhner“ war, und der saarländische Bassist Gulli Spiller nicht ohne Zugaben von der Bühne.

„Diese acht Wochen sind wie im Flug vergangen, wir sind heute an der Endstation angekommen“, erklärte Heike Kolling-Krumm, Geschäftsführerin des Kulturforums, ein bisschen wehmütig. Regionalverbandsdirektor Peter Gillo ergänzte: „Wir unterstützen den Bahnhof Püttlingen aus voller Überzeugung. Das Kulturangebot kann sich nicht nur auf die Stadt Saarbrücken konzentrieren“, erklärte er. Das Ensemble, das seit fast drei Jahrzehnten zum Kulturerlebnis einlädt, sei es wert, auch weiterhin unterstützt zu werden.

Beim Wetter war in diesem Jahr alles dabei – von tropischer Hitze bis Starkregen – resümierte Clemens Sebastian, Vorsitzender des Kulturforums. Über mangelndes Interesse von Seiten des Publikums, erklärte er, könne er sich nicht beklagen – an keinem der acht Abende. Das Geheimnis des Erfolgs: „Wir setzen seit vielen Jahren auf überaus gute musikalische Qualität gepaart mit einer Vielfalt der Musikrichtungen. Das hat sich bei den Menschen herumgesprochen“, sagte Sebastian. „Wir haben keine Angst vor Konkurrenz, nehmen es auch mit dem Saar-Spektakel auf. Die Gäste, die nach Püttlingen kommen, wissen, was sie erwartet“, meinte Sebastian weiter. Für ihn war ganz klar einer der Höhepunkte der Auftritt des Projekts De Corazón. „Für die Musiker war das eine Open-Air-Premiere, die beim Publikum sehr gut angekommen ist“, erzählte der Vorsitzende. Gerade auch die Bands, die es geschafft haben, die Besucher zum Tanzen auf dem Bahnsteig zu animieren, haben dafür gesorgt, dass der Sommerfahrplan 2019 noch lange in Erinnerung bleiben wird. Der Sommerfahrplan für das kommende Jahr, verriet Clemens Sebastian, ist bereits in Arbeit, eine Hutsammlung, die traditionell am letzten Konzertabend stattfindet, trägt ein bisschen dazu bei.

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