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| 19:38 Uhr

Süßes vom Wegesrand, leckere Marmelade

Katharina Geid pflückt Brombeeren im Garten der Großeltern Annemarie und Anton Geid. Das Gelee kocht dann die Oma. Foto: aki
Katharina Geid pflückt Brombeeren im Garten der Großeltern Annemarie und Anton Geid. Das Gelee kocht dann die Oma. Foto: aki FOTO: aki
Köllertal. Jetzt leuchten sie wieder an ihren dornigen Sträuchern, die Brombeeren – in unserer Region auch Schwarzbeeren genannt. Noch sind nur vereinzelte Früchte reif, doch schon bald lohnt sich das Pflücken größerer Mengen. aki

Wenn die Sonne noch weiter scheint, färben sich die Beeren in wenigen Tagen schwarz und ihr süßlich-herber Geschmack kommt voll zur Geltung. Das Wetter scheint günstig für den Wuchs der Brombeere gewesen zu sein, wie die voll behangenen Hecken im Köllertal beweisen. Das Pflücken ist allerdings nicht jedermanns Sache, da die mit Stacheln bewehrten Sträucher ihre Beeren wohl gerne selbst behalten würden - Kratzer an Armen und Händen sind kaum zu vermeiden. Wer jedoch einige Pfunde der ein bis eineinhalb Zentimeter dicken Früchte in seinem Erntegefäß zusammen hat, darf sich auf eine köstliche Marmelade freuen.

Die Beeren sollen darüberhinaus auch zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe haben. Nach Berichten in medizinischen Fachzeitschriften enthalten sie reichlich Vitamin C und E, Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Calcium sowie Carotine und Ballaststoffe. Schon die alten Griechen schrieben den Früchten und auch dem Laub der Pflanze heilende Wirkung zu. Ein Tee aus den Blättern der Brombeere soll Erkältung und Grippe lindern.

Wir waren mit Annemarie Geid aus Köllerbach beim Brombeerpflücken und sicherten uns zwei leicht umzusetzende Rezepte zur "leckeren Verwertung" als Gelee und Marmelade. Um Gelee zu machen, kommen die Beeren erst in den Entsafter, der Saft dann in sterile Flaschen, die bis zum Kochen in den Kühlschrank kommen. Bei Bedarf wird der Saft dann mit Einmachzucker eingekocht und in ebenfalls sterile Gläser gefüllt - auf zwei Anteile Obst kommt ein Teil Einmachzucker (bei herkömmlichen Zucker, den manche Marmeladenfreunde bevorzugen, braucht man ein Verhältnis von bis zu 1:1).

Ein "Sießschniss"-Frühstück

Wer es lieber etwas fruchtiger mag, sollte die Beeren durch die Flotte Lotte pressen, damit die Kerne zurückbleiben. Das gewonnene Mus kann dann ebenfalls mit Einmachzucker im Verhältnis 2 zu 1 einegkocht (manche mögen auch weniger Zucker) und in die vorbereiteten Gläser gefüllt werden. Die fertige Marmelade muss dann nicht immer aufs Brot wandern, für die "Sießschniss" darf's auch mal eine Scheibe leicht gebutterter Kranzkuchen als Grundlage des süßen Frühstücks sein.