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| 11:24 Uhr

Straße war 41 Jahre Provisorium

Eiweiler. Bevor die ersten Häuser im Jahr 1969 Auf der Werth in Eiweiler gebaut wurden, sorgte die damalige Gemeinde Eiweiler für den Vorstufenausbau, sprich: die Baustraße wurde angelegt, einschließlich Schmutz- und Regenwasserentsorgung sowie Straßenbeleuchtung Von SZ-Mitarbeiter Fred Kiefer

Eiweiler. Bevor die ersten Häuser im Jahr 1969 Auf der Werth in Eiweiler gebaut wurden, sorgte die damalige Gemeinde Eiweiler für den Vorstufenausbau, sprich: die Baustraße wurde angelegt, einschließlich Schmutz- und Regenwasserentsorgung sowie Straßenbeleuchtung.

Über 100 Lastwagen pro Tag

Heute wohnen in der 150 Meter langen und knapp vier Meter breiten Sackgasse 25 Personen. Das Besondere: 41 Jahre nach dem Bezug der ersten Häuser warten die Anlieger noch immer auf die endgültige Fertigstellung der Straße. Und seit dem Bau der Saarbahntrasse sowie des Haltepunktes existiert die Straße nur noch auf dem Papier und dem Hinweisschild von der Straße An der Mühle her. Denn Baufahrzeuge und Starkregenfälle im vorigen Jahr haben den ohnehin schon beschädigten Fahrbahnbelag komplett zerstört.

Anwohner Nikolaus Kneip berichtet: "Ab dem 21. September 2011 befuhren täglich mehr als 100 Lkw die Straße, die eigentlich nur für Pkws gebaut wurde. Erst nachdem wir uns beschwert hatten, wurde der Transport von Abraum und Baumaterial durch die Firma Depenbrock einige Wochen später eingestellt und auf eine Baustraße jenseits der Saarbahntrasse verlagert." Die Löcher im Straßenbelag seien zwar notdürftig ausgebessert worden, doch das habe "so gut wie nichts gebracht."

Es ist bei einem Ortstermin offensichtlich: Der Straßenbelag ist stellenweise kaum noch vorhanden, die Schlaglöcher haben mittlerweile eine Tiefe von fast zehn Zentimeter erreicht. Mit einer Richtlatte und einem Metermaß zeigt Kneip das Ausmaß der Schäden.

Baubeginn im Frühjahr

Der Mann, der sich für seine Rechte und die seiner Nachbarn bei der Gemeinde Heusweiler und bei der Stadtbahn einsetzt, hat bis heute mehrere Ordner Schriftverkehr hauptsächlich wegen der geforderten Erschließungsbeiträge gesammelt. Neben dem schlechten Zustand der Straße gab es nämlich noch Unstimmigkeiten wegen der im Zuge des Neubaus fälligen Anlieger-Beiträge. Die Saarbrücker Zeitung berichtete allerdings im Juni 2012, dass dieser Zwist zumindest vorläufig beigelegt wurde.

Bezüglich des endgültigen Straßenausbaus teilte die neue Heusweiler Bauamtsleiterin Sabine Leinenbach der SZ mit, dass die Arbeiten hierfür im kommenden Frühjahr, sobald das Wetter es zulasse, beginnen. Die Ausschreibung erfolge noch im laufenden Monat Januar. Laut Tiefbau-Sachbearbeiter Harald Dusek hat sich der Baubeginn verzögert, weil das Land bisher einen Zuschuss für die zwölf geplanten Parkplätze an der Saarbahntrasse nicht genehmigen wollte. "Wir wollten den Bau der Straße und der Parkplätze verknüpfen, um die Anwohner nicht zweimal zu belasten", erklärt Dusek.

Die neue Straße Auf der Werth werde dann 4,30 Meter breit und am Ende mit einem Wendehammer ausgestattet. Die Arbeiten sollen, wenn nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt, bis Ende des Jahres fertig sein, und die Baukosten werden laut Ausschreibung voraussichtlich 325 000 Euro betragen. Für die Zeit der Bauarbeiten will die Gemeinde für die Anlieger einen Parkplatz jenseits der Saarbahntrasse anlegen.