Stoppen schützt vor Schaden nicht

Köllertal. Das gibt es nicht alle Tage: Unfallbeteiligte rufen bei der nächsten Polizeidienststelle an, aber die dort verbliebenen Mitarbeiter müssen bedauern: "Alle Leute sind unterwegs. Bitte haben sie Geduld!" Oder gar: "Wir können aufgrund der Eisglätte nicht zu Ihnen gelangen, bitte versuchen Sie sich ohne unser Zutun zu einigen." So kam es etwa, dass gegen 8

Köllertal. Das gibt es nicht alle Tage: Unfallbeteiligte rufen bei der nächsten Polizeidienststelle an, aber die dort verbliebenen Mitarbeiter müssen bedauern: "Alle Leute sind unterwegs. Bitte haben sie Geduld!" Oder gar: "Wir können aufgrund der Eisglätte nicht zu Ihnen gelangen, bitte versuchen Sie sich ohne unser Zutun zu einigen." So kam es etwa, dass gegen 8.15 Uhr ein glättebedingter Unfall auf der Püttlinger Ritterstraße nicht aufgenommen werden konnte. Hier war eine Frau mit ihrem BMW auf spiegelglattem Boden ins Rutschen geraten und stieß mit Front und Heck gegen Hindernisse.Wie die Polizei in Püttlingen berichtete, war die Hohbergstraße ab 7.15 Uhr unpassierbar, auch die Straße Am Heidknüppel und die Prof.-Hirschmann-Straße konnten wegen einer Eisschicht kaum befahren werden. Besonders tückisch waren die Verhältnisse auf Fahrbahnen mit Pflaster oder Verbundsteinen. Immerhin war die Zufahrt zum Krankenhaus so gut gestreut, dass der Verkehr fließen konnte. Wie es hieß, ereigneten sich im Stadtgebiet fünf meist kleinere Unfälle ohne Personenschaden. Insgesamt wurden bei der Köllertal-Polizei gestern morgen etwa 20 glättebedingte Unfälle aktenkundig. Die Meldungen trafen vor allem aus den Höhenlagen ein, so aus Wahlschied und Holz.

Die meisten Karambolagen ereigneten sich auf der Autobahn 1, und zwar auf dem Abschnitt von der Göttelborner Höhe/Abfahrt Quierschied und dem Autobahnkreuz Saarbrücken. Kurioserweise war lediglich die Fahrbahn in Richtung Trier belastet, auf der Gegenfahrbahn lief der Verkehr unfallfrei.

Wie die Polizei berichtete, hatte ab 6.45 Uhr einsetzender Regen die Fahrbahn in eine Eisfläche verwandelt. Etliche Verkehrsteilnehmer schalteten die Warnblinkanlage ein und versuchten, ihr Fahrzeug unbeschadet auf dem Standstreifen anzuhalten. Dies gelang allerdings nicht in jedem Fall beziehungsweise wurden auch abgestellte Fahrzeuge durch rutschende Autos beschädigt. Eine 27-jährige Saarbrückerin krachte mit ihrem Seat in ein anderes Fahrzeug und richtete Schaden von 12 000 Euro an. Fast 20 000 Euro Schaden waren zu beklagen, nachdem ein 19-Jähriger Saarbrücker mit einem Smart gegen einen VW Passat und einen VW Touran gestoßen war. Bei diesem Unfall erlitt ein 50-Jähriger leichte Verletzungen. Zur Aufnahme der Unfälle wurde auch die Neunkircher Polizei hinzugezogen. Die Autobahn war an diesem Abschnitt erst wieder um 8.30 Uhr voll befahrbar.

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