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Stadtrat für „Naturnahes Köllertal“

Püttlingen. Der Püttlinger Stadtrat hat seine grundsätzliche Zustimmung zum Projekt „Naturnahes Köllertal“ gegeben, allerdings unter dem Vorbehalt, dass eine gemeinsame Projektleitung und Finanzierung zusammen mit Heusweiler, Riegelsberg und Völklingen gefunden wird. Andreas Lang

Die Grundsatzentscheidung ist gefallen: Die Stadt Püttlingen will das Projekt "Naturnahes Köllertal" (wir berichteten) unterstützen, so die Übereinkunft in der jüngsten Stadtratssitzung. Dabei wünscht man sich auch eine Zusammenarbeit mit den anderen Kommunen am Köllerbach, um dessen Uferlandschaft es insbesondere geht - dann würde das Projekt also auch von Heusweiler , Riegelsberg und Völklingen unterstützt werden. Die Zustimmung des Püttlinger Stadtrates steht auch unter dem Vorbehalt, dass eine gemeinsame Projektleitung und Finanzierung gefunden wird.

Vor der Abstimmung hatte der Landes-Tierschutzbeauftragte Dr. Hans Friedrich Willimzik, der in Köllerbach eine Kleintierklinik betreibt, lange und ausführlich über seine Vorstellungen zum Projekt "Naturnahes Köllertal" referiert. Wie verschiedentlich in der Saarbrücker Zeitung berichtet, hatte es in den vergangenen Wochen auch Kritik an dem Projekt gegeben - auch in dem Punkt, dass besser ausschließlich in der Region heimische Tiere gefördert werden sollten. Willimzik erklärte dagegen, dass etwa Rinder wie das ungarische Steppenrind noch im Mittelalter weiter verbreitet gewesen seien und selbst durch unsere Region getrieben wurden.

Außer Zweifel stehe zudem, dass das Püttlinger Wasserbüffel-Projekt - gemeinsam mit den Konikpferden - eine Erfolgsgeschichte sei. Zudem seien auch der Naturpark Kallenborn in Heusweiler und der Völklinger Wildpark (zwischen Völklingen und Püttlingen ) bereits bestehende Fixpunkte im angestrebten Gesamtprojekt.

Finanzierungsfrage offen


Nach langer Diskussion forderte die SPD-Fraktion , die dem Projekt eigentlich nicht zustimmen wollte, eine Sitzungsunterbrechung, um interne Fragen zur Verwaltungsvorlage zu besprechen. Da im Beschlussvorschlag vorgesehen war, dass vor dem Projektstart die geplante Organisationsform und die Finanzierung dem Stadtrat erneut zur endgültigen Zustimmung vorzulegen ist, rückten die Sozialdemokraten von ihrer ablehnenden Haltung ab.