Stadt Püttlingen will Literaturweg erweitern und stellte ihre Pläne vor

Literaturförderung : Stadt Püttlingen will Literaturweg erweitern

(al) Neulich haben sich sogar Presseagenturen für die mitten durch Püttlingen führende Sprachgrenze interessiert. Das sagte Bürgermeister Martin Speicher dem Kulturausschuss: „Sie wollten wissen, ob Annegret Kramp-Karrenbauer denn nun mosel- oder rheinfränkischen Dialekt spricht.“ Die Stadt der zwei Dialekte will die „Dat-das-Linie“ herausstellen und ihren Literaturweg erweitern.

Die Pläne stellte die Verwaltung im Ausschuss vor.

Die Mundartgrenze verläuft durch Creutzwald, Ludweiler, Völklingen, Quierschied, Wemmetsweiler, Urexweiler, St. Wendel und Oberkirchen und eben auch durch Püttlingen. Nordwestlich der Linie sprechen die Menschen moselfränkisch, südöstlich davon rheinfränkisch. Die Verwaltung verweist darauf, dass Püttlingen sich als Stadt der Literatur einen Namen gemacht habe. So hätten vier Püttlinger Autoren seit 2005 Lesungen und Literaturveranstaltungen angeboten. Und so sei auch die Idee für einen Literaturweg entstanden.

Ihn säumen in Püttlingen und Köllerbach Glastafeln, hinter denen Texte der vier Autoren zu lesen sind. An einer Zusatztafel sollten Texte weiterer Schriftsteller zu lesen sein. Das Land und die Lotto-Gesellschaft halfen, das Vorhaben zu verwirklichen.

Außerdem sollen Metallplatten im Stadtgebiet angebracht werden, auf denen Texte aus beiden Mundarten zu lesen sind und die auf die Grenze hinweisen. „Piddlinger Pladd“, also „Püttlinger Platt“, soll diese Ergänzung des Literaturwegs heißen.

Die Texte werde eine neunköpfige Jury auswählen. Drei Mitglieder stellt der Stadtrat. Sponsoren sollen helfen, das Geld für Tafeln und Sockel zusammenzubringen. Kosten, die beim Bauhof für den Einbau der Platten anfallen, könnte die Kommune aus dem Haushalt beisteuern. Grundsätzlich hat der Ausschuss dem Vorhaben zugestimmt.

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