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Neue Leitung
Stabwechsel im Altenheim Püttlingen

Püttlingen. Das Seniorenhaus St. Augustin Püttlingen hat einen neuen Leiter. Der 40-jährige Patrick Steuer wurde am Freitag in sein Amt eingeführt. Von Walter Faas

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne!“ Soweit Hermann Hesse: Beim Stabwechsel im Seniorenhaus St. Augustin Püttlingen war es so. Knapp ein halbes Jahr lang war die Stelle verwaist, nachdem Sigrid Jost, die langjährige Leiterin, aus persönlichen Gründen das Saarland Richtung Stuttgart verlassen hatte. „St. Augustin gilt in Püttlingen als eine Institution mit langjähriger Geschichte und ausgezeichnetem Ruf“, resümierte die Beigeordnete Denise Klein im Grußwort. Es handle sich um eine Einrichtung, die in den vergangenen Monaten dank eines engagierten Mitarbeiterkreises ihre Aufgaben bestens erfüllt habe, sagte Rafael Lunkenheimer, Geschäftsführer der Caritas-Trägergesellschaft Saarbrücken (CTS), bei der Einführung des „Neuen“.


Patrick Steuer heißt er, ist 40 Jahre alt, verheiratet, Vater von zwei Söhnen. Steuer lebt in Losheim am See. Er hat den Beruf des Bürokaufmannes erlernt, anschließend Betriebswirtschaft studiert und zuletzt das Langwiedstift in Saarbrücken geleitet. „Dort hat er bewiesen, dass er eine große Einrichtung mit vielen Mitarbeitern erfolgreich leiten kann“, sagte Lunkenheimer. Insbesondere sei dem CTS-Vorstand die Personal-Entscheidung deshalb leicht gefallen, weil Steuer in seiner Saarbrücker Zeit den Umbau des Langwiedstiftes zu einer zeitgemäßen Einrichtung  eingeleitet und erfolgreich zu Ende geführt habe. Ähnliches sei auch in Püttlingen geplant: „Wir wollen“, sagte Lunkenheimer, „gemeinsam mit Herrn Steuer die künftige bauliche Gestaltung im Hause St. Augustin voranbringen.“ Immerhin leben dort um die 100 Menschen, die kurz, aber auch in vollstationärer Pflege auf professionelle Hilfe angewiesen sind. Angesichts des demographischen Wandels, dem bestehenden Pflegemangel und angesichts einer steigenden Zahl demenziell  veränderter Menschen, um nur einige Herausforderungen zu nennen, stehe die Altenpflege vor ganz neuen Herausforderungen, sagte Lunkenheimer. Sein CTS-Kollege Stephan Manstein, Direktor im Geschäftsbereich Altenhilfe, präzisierte den Gedanken, indem er das Leben im Heim aus der Sicht der Betroffenen schilderte: „Der Schritt dahin ist für viele mit Ängsten und Sorgen verbunden.“ Es gelte, eine Atmosphäre der Zuwendung, Ruhe und Geborgenheit zu schaffen, sagte Manstein: „Die Leitung muss dafür mit dem Team die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.“

Professionelle Gelassenheit – der neue Einrichtungsleiter in St. Augustin scheint dafür der Richtige zu sein. Das zeigte sein Umgang mit den zahlreichen Festgästen beim Einführungstermin, den Steuer souverän-freundlich meisterte. Nicht zuletzt auch dank festlicher Musik, die Monika Schmidt zwischen den Redebeiträgen am Klavier gekonnt beisteuerte.

In seiner Freizeit hält sich der neue Chef von St. Augustin mit Laufen, Fahrradfahren und dem Hobby Obstbaumpflege in Form. Mit Blick darauf verriet CTS-Geschäftsführer Lunkenheimer Folgendes: „Herr Steuer brennt auch einen hervorragenden Schnaps von seinen eigenen Obstwiesen. Das war aber nicht der Grund, weshalb wir ihn eingestellt haben.“