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Fußball-Saarlandliga
Sportfreunde Köllerbach wollen in der Tabelle noch nach oben klettern

Köllerbachs  Georgios Anastasopoulos (links), hier im Duell mit Friedrichsthals Alexander Ernst, wird wegen einer Operation lange Zeit ausfallen.
Köllerbachs  Georgios Anastasopoulos (links), hier im Duell mit Friedrichsthals Alexander Ernst, wird wegen einer Operation lange Zeit ausfallen. FOTO: Wieck / Thomas Wieck
Köllerbach. Der Fußball-Saarlandligist erwartet Spitzenreiter Herrensohr. Während die Gastgeber um eine gute Platzierung kämpfen, hat der TuS den Titel im Visier. Von Philipp Semmler

Sieben Spiele hat der  Fußball-Saarlandligist Sportfreunde Köllerbach noch Zeit, um aus einer mäßigen eine ordentliche Saison zu machen. Vor dem Heimspiel an diesem Samstag um 15.30 Uhr gegen Spitzenreiter TuS Herrensohr liegen sie auf Tabellenplatz acht. „Wenn wir bis zum Rundenende noch zwei Plätze nach oben klettern könnten, wäre es eine gute Saison für uns. Wenn wir dagegen noch zwei Ränge weiter abrutschen, wäre sie eher enttäuschend“, sagt Köllerbachs Sportvorstand Bernd Gillet.


Der Tabellensechste VfL Primstal hat vier Punkte mehr. Der Tabellenzehnte SV Elversberg II liegt drei Zähler hinter den Sportfreunden. Um in der Tabelle noch nach oben zu klettern, müssen die Köllerbacher aber mächtig Gas geben. Denn in den letzten sieben Saisonspielen geht es noch gegen vier Titelanwärter: Herrensohr, Spvgg. Quierschied, SV Auersmacher und Primstal.

Verzichten müssen die Sportfreunde Köllerbach im Saisonendspurt auf den offensiven Mittelfeldspieler Georgios Anastasopoulos. Nachdem der 24-Jährige schon über weite Strecken der Hinrunde ausgefallen war, spielte er im neuen Jahr bei der 0:2-Niederlage bei Borussia Neunkirchen mit. Dann zog er sich im Training eine Knieverletzung zu. Anastasopoulos muss sich nun einer größeren Operation unterziehen. „Er wird monatelang ausfallen“, erklärt Gillet: „Deshalb sind wir auf der Suche nach einem Ersatz.“ Auch Gianni Gotthardt (eine Sprunggelenksverletzung) wird die Partie gegen Herrensohr verpassen. Dafür ist Davit Bakhtadze, der zuletzt in der Schweiz seinen Trainerschein machte, wieder an Bord.

Während es für Köllerbach um eine bestmögliche Platzierung geht, steht Herrensohr im Titelrennen. Sehr zur Freude von Trainer Bernd Eichmann. Er sagt: „Vor kurzem haben wir noch eine richtige Klatsche gegen den FC Homburg II kassiert (1:5, Anmerkung der Redaktion). Da hätte sicher niemand gedacht, dass wir drei Spiele später Tabellenführer sind.“ Das sorgt für gute Laune. „Momentan haben wir richtig viel Spaß“, erklärt Eichmann. Und das, obwohl der TuS voraussichtlich im Falle eines Aufstiegs nicht für die Oberliga melden wird.

„Wir haben viele Spieler im Kader die in ihrem Beruf in leitenden Positionen sind. Für sie wäre der höhere Aufwand dort kaum zu stemmen“, sagt Eichmann. Er sieht den möglichen Verzicht auf die Oberliga eher mit gemischten Gefühlen: „Ich will als Trainer das maximal Mögliche herausholen – und das wäre auch ein Aufstieg. Ich kann aber den Verein verstehen, wenn er nicht in die Oberliga will.“  Unabhängig von der Ligazugehörigkeit wird Eichmann in der kommenden Saison den TuS trainieren. Der 52-Jährige hat seinen Vertrag verlängert.