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Solovej bereut den Schritt zurück nicht

Solovej bereut den Schritt zurück nicht

In der Fußball-Saarlandliga steht an diesem Samstag um 16 Uhr das Topspiel an. Der Tabellenzweite SF Köllerbach muss beim Tabellenersten FV Eppelborn ran. SF-Stürmer Valentin Solovej sagt: Wir wollen unseren Weg weitergehen und müssen uns nicht verstecken.“

2011 war Valentin Solovej in der neunten Liga angekommen. "Das war nicht meine Klasse", sagt er heute: "Die Jungs sind mit Niederlagen zu locker umgegangen, haben bei Gegentoren gelacht. Das war nicht meins, dafür bin ich zu ehrgeizig. Ich will immer gewinnen." Ein Jahr zuvor hatte er mit dem SV Auersmacher noch vier Ligen höher gespielt. Der Schritt zum Fußball-Bezirksligisten SG Körprich-Bilsdorf war dann nicht sportlich bedingt, erklärt der heutige Stürmer des Saarlandligisten SF Köllerbach : "Ich wollte mich beruflich weiterentwickeln, weil es mir klar war, dass ich sowieso kein Profi mehr werde. Mein Abschluss war mir wichtiger als der Fußball."

Solovej schoss die SG Körprich-Bilsdorf fast im Alleingang in die Landesliga und wurde zwei Mal Torschützenkönig. Ähnliche Leistungen hatte er zuvor in Auersmacher gezeigt. Dort war "Valle" 2009 mit 24 Saisontoren einer der Garanten für den Aufstieg in die Oberliga, wo der SV dank der Treffer des 1,92 Meter-Hünen im ersten Jahr auf Platz fünf landete.

"In Auersmacher habe ich das Fußball-Spielen gelernt und meine ersten aktiven Jahre verbracht - das bleibt natürlich in Erinnerung", sagt Solovej: "Das Umfeld und die Geschlossenheit in der Mannschaft waren einfach gut, wir hatten viele junge und hochklassige Spieler." Einer davon hat den Sprung in den Profi-Fußball geschafft. Mit dem heutigen Nationalspieler Jonas Hector spielte Solovej in Auersmacher mehrere Jahre zusammen. "Er war sehr ehrgeizig, hat neben dem Fußball noch geturnt - er konnte alles. Es war klar, dass aus ihm noch etwas wird", erzählt Solovej.

Nach dem zweijährigen Intermezzo in Körprich ging es für Solovej 2013 zurück in die Oberliga zum FC Wiesbach, wo der Stürmer in zwei Jahren 20 Tore erzielte. Auch beim 2:1-Erfolg im Saarlandpokal gegen den 1. FC Saarbrücken stand er auf dem Platz und hat mit der Mannschaft "die ganze Zeit durchgefeiert", wie er berichtet: "Den FCS schlägt man nicht jeden Tag - das war einmalig."

Nachdem er bei Oberligist Wiesbach zu Stürmer Nummer drei degradiert wurde, schloss sich Solovej im Sommer 2015 Saarlandligist Köllerbach an - einen Schritt, den er nicht bereut: "Hier bin ich gesetzt, bin diese Saison einziger Stürmer. Es könnten zwar immer ein paar Tore mehr für mich sein, aber das war absolut der richtige Weg."

An diesem Samstag könnten aus Sicht des 28-Jährigen gerne ein paar Tore zu den bisher insgesamt 31 Treffern im Köllerbacher Trikot dazukommen. Dann ist der Tabellenzweite um 16 Uhr zu Gast beim Spitzenreiter FV Eppelborn. "Das wird ein heißer Tanz und ein schweres Spiel. Wir wollen unseren Weg weitergehen und müssen uns nicht verstecken", kündigt Valentin Solovej, der zehn Saisontreffer erzielt hat, selbstbewusst an.