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Schlaganfall: die Geschwindigkeit zählt

Schlaganfall: die Geschwindigkeit zählt

Ärzte und eigens ausgebildete Krankenschwestern beraten am Samstag im Püttlinger Zentrum über Gesundheitsrisiken, die zum Schlaganfall führen und sagen, worauf man bei einem akuten Schlaganfall achten muss: schnelle Behandlung ist entscheidend.

Was tun bei einem Schlaganfall? Und wie erkennt man ihn überhaupt? Darüber klärt die Besatzung des "Schlaganfall-Busses" auf, mit dem die Klinik für Neurologie des Püttlinger Knappschafts-Krankenhauses am Samstag, 18. April, von 10 bis 14 Uhr in der Innenstadt vor Ort ist (bei der Sparkasse). Wer möchte, kann sich auch ein persönliches Risikoprofil erstellen und Handlungsanweisungen geben lassen, was im Falle eines Schlaganfalls zu tun ist.

"Im Saarland erkranken mehr als 15 Patienten an jedem Tag an einem Schlaganfall. Schlaganfälle sind in Deutschland die dritthäufigste Todesursache und stellen die häufigste Ursache für Invalidität und Behinderung dar", heißt es in der Ankündigung.

Zwei Millionen Nervenzellen



Einem Schlaganfall lägen zumeist mehrere Risikofaktoren für die Gefäße zugrunde, zum Beispiel Rauchen, Bluthochdruck und Diabetes mellitus. Es gebe aber auch eine Reihe von Herzerkrankungen, die zu Schlaganfällen führen können.

Ein Schlaganfall hat mitunter Vorboten: "Er kündigt sich durch das Auftreten neurologischer Symptome wie Sehstörungen, Sprach- oder Sprechstörungen, Lähmungen oder Gefühlsstörungen an." Innerhalb der ersten Stunde nach einem Schlaganfall könnten moderne Behandlungsmethoden ein durch Gerinnsel verstopftes Gefäß wieder öffnen. Es komme auf die möglichst frühzeitige Hilfe an: "In jeder Minute, die ohne Behandlung verstreicht, gehen etwa zwei Millionen Nervenzellen zugrunde."

Nach Ablauf von viereinhalb Stunden gebe es nur noch wenig Hoffnung auf eine erfolgreiche Behandlung.

Im "Schlaganfall-Bus" stehen Ärzte und speziell ausgebildete Krankenschwestern zum Gespräch bereit.