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Für alle Fälle: Das Sicherheitskonzept für den Rocco del Schlacko: Rocco – mit Sicherheit! Und mit Beton

Für alle Fälle: Das Sicherheitskonzept für den Rocco del Schlacko : Rocco – mit Sicherheit! Und mit Beton

Rucksäcke tabu! Erstmals verbannt der Rocco del Schlacko die Traggestelle vom eigentlichen Konzertgelände. Betonkegel verlangsamen die Einfahrt. Das Sicherheits- und Verkehrskonzept für den „Rocco“ erläuterte uns der Köllertaler Polizeichef Horst Peter Schäfer.

Von diesem Donnerstag bis Sonntag, 10. bis 13. August, werden auf dem Köllerbacher Sauwasen wieder zehntausende Musikfans zum Rocco del Schlacko erwartet. Die Veranstaltung findet bereits zum 19. Mal statt. Genügte 1999 noch ein Kleineinsatz der Püttlinger Polizei, um den damaligen Beginn des Rocco zu regeln, sind es heute große Verkehrsströme – 80 Prozent der Festivalbesucher reisen mit dem eigenen Auto an –, und zum anderen hat sich die Sicherheitslage drastisch verschärft. Zwar ist das junge Rocco-Publikum traditionell sehr friedlich und entspannt, doch will man auch im Hinblick auf Anschläge, die es andernorts gegeben hat, vorsorglich gewappnet sein.

„Die Hauptanreise erfolgt am Donnerstagmorgen ab 7 Uhr. Mit Rückstaus an der Bundesautobahn 8 ist zu rechnen“, sagt Polizeihauptkommissar Horst Peter Schäfer, der mit der Stadt Püttlingen (Haupteinsatzleiter ist Bürgermeister Martin Speicher), dem Roten Kreuz, der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk und dem Veranstalter ein umfangreiches Konzept erarbeitet und sogar eine eigene Gesamteinsatzleitung auf dem Festivalgelände installiert hat.

Nur gut, dass die seit Wochen wegen einer Baustelle gesperrte Abfahrt Schwalbach/Schwarzenholz für die Dauer der Veranstaltung geöffnet wird, „mit Geschwindigkeitstrichter, um das Tempo zu drosseln“, sagt Schäfer.

Genau wie im vorigen Jahr wird die L 140 in Richtung Kurhofer Kreuz als Einbahnstraße hergerichtet. Ein Parken ist auf den Seitenstreifen rechts und links möglich. Ebenfalls wird hier auch ein Bring- und Holservice („Meetingpoints“) für die Besucher eingerichtet. Um die beiden Zufahrtsmöglichkeiten zum Hauptgelände sowohl aus Richtung Walpershofen als auch von der erwähnten L 140 zu sichern, werden dort Betonkegel aufgestellt, um die Einfahrt-Geschwindigkeiten auf Schritttempo zu senken und unkontrollierte Zufahrten zu unterbinden.

Auch der Chef der Polizeiinspektion Köllertal, Horst Peter Schäfer, bereitet sich mit seinen Leuten auf das Festival Rocco del Schlacko vor. Jedes Jahr wird das Sicherheitskonzept angepasst. Foto: BeckerBredel

„Das seit Jahren bestehende Sicherheitskonzept hat sich bewährt und wird alljährlich an die allgemeinen Entwicklungen angepasst. So gibt es beispielsweise dieses Jahr die Neuerung, dass keine Rucksäcke auf das eigentliche Gelände vor den Bühnen mitgenommen werden dürfen. Auf das Campinggelände dürfen jedoch Zelte, Schlafsäcke, Taschen und Proviant mitgebracht werden. Mit Kontrollen ist aber zu rechnen“, sagt der Polizeihauptkommissar, der auf weitere Einzelheiten des Sicherheitskonzeptes „aus polizeitaktischen Gründen“ nicht eingehen will. Schäfer, der – wie auch der Schreiber dieser Zeilen – schon am allerersten Rocco 1999 aktiv mitgewirkt hat, wünscht der Veranstaltung „wie immer einen friedlichen und schönen Verlauf“.