Rocco del Schlacko auf dem Sauwasen in Köllerbach

Sauwasen in Köllerbach : Bühne frei für Rocco del Schlacko

Ausverkauftes Festival steigt vom 9. bis 11. August auf dem Sauwasen bei Herchenbach. Polizei sieht sich gut vorbereitet.

Vom 9. bis 11. August  stürmen wieder Zehntausende den Sauwasen in Köllerbach, schlagen ihre Zelte auf und feiern ab beim 20. Rocco del Schlacko. Zuvor hat nicht nur Veranstalter Thilo Ziegler mit seinem Team alle Hände voll zu tun, auch Polizei, Deutsches Rotes Kreuz und die Feuerwehr tüfteln am Sicherheitskonzept. „Im Vergleich zum Vorjahr gibt es kaum Änderungen im Sicherheits- und Verkehrskonzept für das Rocco del Schlacko“, sagt der Köllertaler Polizeichef Horst Peter Schäfer. Beim ersten Rocco del Schlacko 1999 genügte noch ein Polizei-Kleineinsatz, um den Beginn des Events zu steuern. Mittlerweile regelt die Polizei das hohe Verkehrsaufkommen am Donnerstag, dem Haupt-Anreisetag – gut 80 Prozent der Konzertbesucher reisen mit dem eigenen Auto an –, kümmert sich um die Sicherheitslage auf dem Festival und ist mit einer Sonderwache hinter der Autobahnbrücke das ganze Wochenende vor Ort vertreten.

„Insgesamt waren die Festivalbesucher in den vergangenen Jahren eher ruhig und entspannt, was den Polizeibericht angeht“, sagt Schäfer. Ganz ohne Probleme gehe  aber kein Festival über die Bühne: „Es werden hier und da mal Handys oder Geldbeutel gestohlen“, sagt Schäfer weiter. Aber Schlägereien gebe es kaum: „Im vergangenen Jahr hatten wir eine Körperverletzung während des Festivals.“

Sicherheit und Kontrollen sind trotzdem geboten. So dürfen Rucksäcke zwar mit auf den Campingplatz, aber nicht aufs Konzertgelände, sagt Schäfer. Auch Glasflaschen und gefährliche Gegenstände sind tabu. „Ein kleiner Turnbeutel ist dagegen erlaubt“, fügt Schäfer hinzu. Kontrollen der Besucher und der mitgeführten Beutel erfolgen in Höhe des Ponyhofes.

„Die Hauptanreise erfolgt, wie in jedem Jahr, am Donnerstag so ab 7 Uhr. Auch in diesem Jahr müssen Verkehrsteilnehmer mit Staus auf der A 8 rechnen“, sagt der Polizeichef. Mit rund 15 000 Besuchern wird an diesem Tag gerechnet. Gut 80 Prozent der Anreisenden kommen aus Richtung Saarbrücker Kreuz, sagt Schäfer weiter: „Etwa zwei Kilometer vor der Ausfahrt Schwarzenholz stehen in diesem Jahr Hinweistafeln für alle Verkehrsteilnehmer, dass Rocco del Schlacko-Besucher sich zum Abfahren auf dem Standstreifen einordnen können.“ Das hat folgenden Sinn, erklärt Schäfer: „Damit die Festival-Besucher den Verkehr nicht behindern und die anderen Autofahrer wissen, was los ist.“

An der Lage der Parkplätze habe sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls nichts geändert. Unverändert ist auch, dass die L 140 wieder als Einbahnstraße und ein Abhol- und Bringservice („Meetingpoints“) eingerichtet wird. Neu in diesem Jahr: Nach der Hauptanreise, also ab etwa 13 Uhr, können Tagesbesucher ebenfalls links und rechts auf dem Seitenstreifen der L 140 ihre Fahrzeuge abstellen. „Das haben vereinzelte Besucher auch im vergangenen Jahr schon gemacht. Aber in diesem Jahr ist es offiziell erlaubt“, erklärt Horst Peter Schäfer.

Die Zufahrten zum Hauptgelände werden auch in diesem Jahr gesichert, „ob mit Betonkegeln oder großen Fahrzeugen, die quergestellt werden, ist noch nicht entschieden“, sagt Schäfer. Diese sollen die Geschwindigkeit drosseln und „unkontrollierte Zufahrten“ verhindern. Eine wichtige Änderung: Bei der Abreise müssen die Festival-Besucher über die L 306 durch Reisbach fahren, erklärt Schäfer.

Ein wichtiges Anliegen hat der Polizeichef noch: „Die Felder und Wiesen sind wegen der andauernden Hitzewelle ausgetrocknet.“ Auf dem Festivalgelände sei zwar ein Brandschutz vorhanden, dennoch bittet der Polizeichef alle Festivalbesucher aufzupassen: „Auf Grund der derzeitigen Gesamtsituation kann das heiße Wetter zur Katastrophe führen.“ Deshalb sollen Raucher unbedingt ihre Zigarettenstummel richtig entsorgen und nicht achtlos auf das Feld werfen, rät Schäfer.

Derzeit zeigt der Wetterbericht für die Rocco-Tage durchschnittlich etwa 25 Grad an. Aber auch das kann sich noch ändern. Falls auf das vergangene „Rocco del Schlammo“ ein „Rocco del Hitzo“ folgt, ist der Veranstalter jedoch vorbereitet: Trinkwasserstellen sind über das Gelände verteilt. Und: „Es wird in diesem Jahr wieder kostenlose Shuttlebusse zum Riegelsberger Schwimmbad geben“, sagt Rocco-Organisator Thilo Ziegler:  „Auf eine mögliche Hitzewelle sind wir also gut vorbereitet.“

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