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Riegelsberg meldet ein Minus

Köllertal. An den drei Gemeinschaftsschulen im Köllertal liegen derzeit knapp 160 Anmeldungen für das nächste Schuljahr vor. In Riegelsberg sind es 59, in Püttlingen 52, in Heusweiler 46. Durch Nachzügler können diese Zahlen noch steigen. Michael Emmerich

Ein Gymnasium hat das Köllertal nicht zu bieten. Jungen und Mädchen, die eine weiterführende Schule besuchen möchten, haben die Wahl zwischen drei Gemeinschaftsschulen : Riegelsberg (Leonardo-da-Vinci-Schule), Püttlingen (Peter-Wust-Schule) und Heusweiler (Friedrich-Schiller-Schule). Die Anmeldezahlen fürs Schuljahr 2015/16 liegen jetzt vor. Heusweiler und Püttlingen melden ein leichtes Plus, Riegelsberg ein Minus.

Die Friedrich-Schiller-Schule verzeichnet bisher 46 Anmeldungen. "Das sind fünf mehr im Vergleich zum Vorjahr", bilanziert Alexander Paschke, seit September vergangenen Jahres Schulleiter. "Wir hätten gern drei fünfte Klassen gebildet", fügt Paschke hinzu. "Nun werden es zwei Klassen, die nicht so groß sind. Das ist gut für die individuelle Förderung der Schüler." Eigentlich ist die Friedrich-Schiller-Schule vierzügig ausgelegt, um die Jahrtausendwende zählte die Einrichtung nach Angaben Paschkes noch mehr als 1000 Schüler, derzeit sind es rund 350.

Zum Stichtag 2. März zählte die Peter-Wust-Schule 48 Anmeldungen (zwei mehr als vor einem Jahr), mittlerweile sind nach Auskunft aus dem Sekretariat noch vier hinzugekommen. Demnach wird es mit den bislang 52 Neuen im nächsten Schuljahr an der Püttlinger Gemeinschaftsschule zwei fünfte Klassen geben, die mit Französisch als erster Fremdsprache beginnen. Bis zu drei fünfte Klassen dürfte die Schule mit aktuell 372 Schülern bilden. "Ich bin froh, dass wir eine leichte Steigerung bei den Zahlen haben", sagt Schulleiterin Kerstin Jugl-Koch. Und sie fügt hinzu: "Ich würde mir wünschen, dass die Gemeinschaftsschulen mehr Akzeptanz finden." Auch die Peter-Wust-Schule führe zum Abitur, und zwar in neun statt in acht Jahren wie am Gymnasium, betont Kerstin Jugl-Koch. Eltern sollten genau abwägen, ob für ihr Kind G 9 nicht der bessere Weg sei. Jugl-Koch: "Am Ende halten die Jugendlichen das gleiche Abitur in Händen."

Von bisher 59 Anmeldungen (52 zum Stichtag 2. März) berichtet Günter Engel, Leiter der Riegelsberger Leonardo-da-Vinci-Schule. Das seien etwa 20 weniger als vor einem Jahr. "Bisher hat uns das Ministerium zwei fünfte Klassen genehmigt, wir hoffen aber noch auf eine dritte", sagt Engel. Er geht davon aus, dass es noch einige Nachzügler geben wird, so dass am Ende 65 Anmeldungen zusammenkommen.

Vor zwei Jahren hatte die Leonardo-da-Vinci-Schule noch ein Traumergebnis mit mehr als 100 Anmeldungen erzielt und war mit vier Eingangsklassen ins Schuljahr 2013/14 gestartet. Derzeit besuchen insgesamt 470 Jungen und Mädchen die Schule in Riegelsberg .


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HintergrundIn jeder Köllertal-Kommune unterhält der Regionalverband eine Gemeinschaftsschule als weiterführende Schule. Da Gemeinschaftsschulen erst zum Schuljahr 2012/13 eingeführt wurden und ihren ersten Zyklus bis zur 9. (Hauptschulabschluss) oder 10. Klasse ("Mittlere Reife") noch nicht ganz durchlaufen haben, sind von der 8. bis zur 10. Klasse noch die alten Schulsysteme gültig: In der Riegelsberger Leonardo-da-Vinci-Schule die Gesamtschule, in der Heusweiler Friedrich-Schiller- und in der Püttlinger Peter-Wust-Schule die Erweiterte Realschule. Ob Jungen und Mädchen an der Gemeinschaftsschule nach der 9. Klasse mit Hauptschulabschluss oder nach der 10. Klasse mit "Mittlerer Reife" und der Möglichkeit zum Abitur die Schule verlassen, hängt unter anderem davon ab, ob sie in den Hauptfächern Mathematik, Deutsch und Fremdsprache den Grund- oder den Erweiterungskurs abschließen. red