Rheuma-Schmerzen und was die Medizin tun kann

Rheuma-Schmerzen und was die Medizin tun kann

Rheuma ist für die Betroffenen oft eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Die Deutsche Rheuma-Liga Saar e.V. und das Knappschaftsklinikum Saar in Püttlingen laden zu einem Info-Nachmittag in die Klinik ein.

Der Termin ist am Samstag, 29. November, 14.30 bis 16.30 Uhr, im Konferenzraum (Dachgeschoss). Im Mittelpunkt steht dabei die "Bedeutung der Faszien für rheumatische Erkrankungen", heißt es in der Einladung.

Die Faszien sind ein Teil des Bindegewebes, sie befinden sich an jeder Körperstelle, an der ein Muskel mit einer Sehne verschmilzt. Ihre Aufgabe im menschlichen Körper ist es, die Muskeln in Form zu halten. Spezialisten erläutern neue medizinische Erkenntnisse darüber, wie sich die Faszien durch Entzündungen verändern können und welche Behandlungsmethoden für Rheumapatienten infrage kommen.

"Millionen Menschen in Deutschland leiden an rheumatischen Erkrankungen. Allein vom entzündlichen Rheuma gibt es über 100 verschiedene Formen. Welche Rolle dabei eine Veränderung der so ggenannten Faszien spielt, steht im Mittelpunkt der Vorträge." Lange von der Medizinforschung vernachlässigt, sei das Wissen über die Funktion der Faszien in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen.

Faszien können selbst mechanische Reize aufnehmen und auf Reize wie Druck, Zug, Temperatur, Botenstoffe oder Stoffwechselprodukte reagieren. Dr. Heike Jäger, Expertin in der Faszienforschung der Neurophysiologie der Universität Ulm , stellt den Besuchern neue Erkenntnisse und Entwicklungen vor. Im Anschluss wird diskutiert, welche Behandlungstechniken die Geweberegeneration und Gewebesteifigkeit und somit auch die Schmerzen von Rheumapatienten ("myofasziale Schmerzen ") positiv beeinflussen.

In einem weiteren Teil der Veranstaltung wird Dr. Ulrich Proth mann, Chefarzt der Klinik für Rheumatologie, auf medizinische Aspekte von Medikamenten und deren Auswirkungen auf den Bewegungsapparat eingehen. Nach den Vorträgen haben die Besucher die Gelegenheit zur Diskussion mit den Referenten.

Mehr von Saarbrücker Zeitung