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Infos zu Hüft- und Knieprothesen
Ran an die Hüfte und ans Knie

Püttlingen. Der Info-Abend in der Klinik dreht sich um den schonenden Prothesen-Einbau.

  Wie wird – möglichst schonend – ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk eingesetzt? Darum geht es beim nächsten Infoabend im Knappschaftsklinikum Saar in Püttlingen an diesem Donnerstag, 15. Februar, ab 18 Uhr. Das „EndoProthetikZentrum Püttlingen“ zeigt bei dieser Gelegenheit auch Videoaufnahmen aus dem Operationssaal.


In der Einladung der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Püttlinger Krankenhauses heißt es unter anderem: „Dank einer speziellen OP-Technik erfolgt der Einbau der Prothesen, ohne Sehnen und Muskeln zu durchtrennen. Seit vielen Jahren werden in der Püttlinger Orthopädie, auch bei Patienten im hohen Alter, Prothesenwechsel vorgenommen. Moderne Operationsverfahren sorgen dabei für einen schonenden Wechsel.“

Die Püttlinger Orthopädie zähle bundesweit zu den großen endoprothetischen Zentren. Der Einbau wie auch der Wechsel der neuen Prothesen erfolge „minimal-invasiv“ (also mit einem nur kleinen Eingriff). Dabei bahne sich der Operateur den Weg zum Gelenk durch anatomisch vorgegebene Muskellücken, „die Patienten verlieren dadurch weniger Blut und haben nach dem Eingriff deutlich weniger Schmerzen. Da weder Sehnen noch Muskeln abgelöst und wieder angenäht werden müssen, können die Patienten ihr neues Gelenk sofort voll belasten“, was ein wesentlicher Vorteil gegenüber herkömmlichen Operationsverfahren sei.



Der Chefarzt und Leiter des Endoprothetikzentrums, Dr. Thomas Siebel, ist zudem überzeugt: „Mit der in unserer Klinik implantierten Titan-Hüftschaftprothese ist es uns möglich, aufgrund der Vielzahl von angebotenen Schaftvarianten, die individuelle Anatomie des Patienten noch exakter als bisher wieder herzustellen.“ Und da nach diesem Verfahren die Gelenk-Bewegungen praktisch die gleichen wie vor dem Eingriff seien, müsse der Patient nach der Operation auch nicht das Gehen praktisch neu erlernen, was besonders betagten Patienten zugute komme.

Ähnliche Verfahren wie bei der Hüftendoprothese gebe es auch bei den Knieprothesen. Vorteile für den Patienten seien der präzise Einbau sowie eine wesentliche Verringerung des „Fremdkörpergefühls“. Betroffene könnten bereits nach wenigen Tagen wieder laufen. Sehr positiv wirke sich auch die Maßanfertigung der Knieprothese aus: „Mit Hilfe detaillierter CT-Aufnahmen wird jede Prothese exakt der patientenspezifischen, anatomischen Oberflächengeometrie nachgebaut. Die Kreuzbänder bleiben erhalten, was die Rehabilitation verkürzt. Die Betroffenen können bereits am ersten Tag nach der Operation das Bein wieder belasten“, heißt es im Schreiben der Klinik.

Was die Hüftgelenks-Prothese betrifft, so spricht sich Thomas Siebel für die in Püttlingen zur Anwendung kommenden Keramik-Prothesen aus, „die man theoretisch mit dem Hammer bearbeiten kann, ohne dass das Implantat splittert“, und die besonders verschleißarm seien. Nicht zuletzt für Sportler sei die „Keramik/Keramik-Variante“ von großem Vorteil, da sie extremen Belastungen stand halte.

Zudem wirbt das Klinikum: „Angegliedert an die Akutklinik ist eine mit modernster Technik ausgestattete ambulante Reha-Tagesklinik. Damit können die Patienten von der Operation bis hin zur Mobilisierung individuell von den Operateuren betreut werden.“