Rallye-Boliden röhren bei Kutzhof

Unser großer Jahresrückblick rückt immer näher. Da das Jahr jedoch vollgestopft war mit Ereignissen, widmen wir jedem Monat im Köllertal eine kleine Rückschau in Stichworten. Im August röhrten Rallye-Autos im Heusweiler Ortsteil Kutzhof für den guten Zweck.

Tolle Aussicht: Der Verein für Industriekultur und Geschichte bot interessierten Bürgern anlässlich seines zehnjährigen Bestehens unter anderem die Möglichkeit, das Fördergerüst der früheren Grube im Gewerbegebiet Dilsburg zu besteigen, um einen Teil des Köllertals von oben zu betrachten.

Rasante Runden: Beim Prowin-Raceday im Bereich des Heusweiler Ortsteils Kutzhof nutzten 500 Personen die Gelegenheit, die 4,7 Kilometer lange Strecke auf dem Beifahrersitz eines echten Rallye-Autos zu erleben. Initiator Sascha Winter freute sich über das große Interesse der Bevölkerung und den unfallfreien Verlauf der Motorsportveranstaltung. Den Erlös aus den Einnahmen will er für soziale Zwecke in Kutzhof stiften.

Hilfe vom Staat: Die Stadt Püttlingen bekam vom Innenministerium 478 900 Euro "Konsolidierungshilfe" als Entlastungsfonds für den Haushalt des Jahres 2015.

Riesige Fete: Am ersten Tag des Musikfestivals Rocco del Schlacko kamen 16 000 Besucher auf den Sauwasen bei Köllerbach. Laut Polizei verlief die Party friedlich und ohne besondere Vorkommnisse.

Eigeninitiative: Die Bürgerinitiative Spielplatz Ritterstraße-Siedlung übergab 4500 Euro aus dem Erlös ihres Spielplatz- und Straßenfestes an Bürgermeister Martin Speicher und die Beigeordnete Denise Klein zur Schaffung eines modernen Spielplatzes. Zudem erhielten die Weltfreunde Brasilien, die Aktion 33 Bolivien und die Aktion Sternenregen jeweils Spenden von 2850 Euro.

Strom vom Dach: Die Bürgerenergiegenossenschaft Köllertal hat auf dem Riegelsberger Rathaus eine Photovoltaikanlage installiert, um den Strombedarf des Verwaltungsgebäudes zu decken. 400 Module sollen 80 000 Kilowatt Strom erzeugen, wovon die Hälfte ins Netz gespeist wird.

Uhu gerettet: Die Mitarbeiter der Wildvogelauffangstation Köllertal, Ralf Bamberger und Christoph Scherer bargen in Göttelborn einen Uhu, der sich in einer Wäscheleine verheddert hatte, und transportierten das hilflose Tier zum Tierarzt und danach in die Station auf der Ritterstraße. Nach seiner Genesung kam er bis zur Auswilderung in die Weiskircher Auffangstation für Greifvögel .

Natürliches Bett: Der Köllerbach fließt nach seiner Renaturierung wieder in einem natürlichen Bachbett. In mehreren Bauabschnitten wurden 52 200 Kubikmeter Erde bewegt und unzählige Betonteile der Begradigung in den 1960er Jahren abtransportiert. Mit der Fertigstellung des 1,2 Kilometer langen Teilstücks in Walpershofen endete die landesweit größte Renaturierungsmaßnahme an Gewässern.

Schmuckstück: Das in den Jahren 1967 und 1968 erbaute frühere Heusweiler Postamt, das schon als Quartier für die Polizeiinspektion Köllertal vorgesehen war, wurde von seinen neuen Eigentümern, einem Lebacher Augenarzt und dessen Frau zu einer Augenarztpraxis umgebaut. Aus einer "grauen Maus" wurde ein architektonisches Schmuckstück.

Sorgen: Die üppigen Regenfälle zwischen den Monaten April und Juni bereiteten den Bauern der Region großen Kummer. Sie rechneten mit Ernteausfällen beim Getreide bis zu 50 Prozent.