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Handball-Oberliga
Püttlingerinnen lassen Trierer Miezen wie Schmusekätzchen wirken

Trainer Hans-Werner Müller war nach dem 33:21-Sieg zufrieden.
Trainer Hans-Werner Müller war nach dem 33:21-Sieg zufrieden. FOTO: Horst Klos_Friedrich-Ebert-Str.2 / Horst Klos (Klosfoto)
Püttlingen. Der Handball-Oberligist HSV Püttlingen hat am Sonntag im Heimspiel der abstiegsbedrohten DJK/MJC Trier nicht den Hauch einer Chance gelassen. Püttlingen siegte mit 33:21 gegen die Reserve des Zweitligisten. Von Philipp Semmler

Die Trierer „Miezen“, wie der Club genannt wird, präsentierten sich lang als zahme Schmusekätzchen. „Wir waren schon ein wenig überrascht, wie wenig Gegenwehr kam“, gab HSV-Trainer Hans-Werner Müller zu. Denn Trier steckt als Tabellenvorletzter im Abstiegskampf.


Schon nach knapp neun Minuten lag der HSV Püttlingen mit 7:1 in Führung. „Eine Vorentscheidung war das zwar noch nicht. Aber da hat man schon gesehen, wohin die Reise geht“, erklärte Trainer Müller. Die Gastgeberinnen gaben weiter Gas. und zur Pause hieß es 15:10 für Püttlingen. Danach leistete sich der HSV seine einzige kleine Schwächephase. Die DJK/MJC Trier kam  auf 12:15 heran. „Nach ein paar deutlichen Worten von mir lief es dann direkt wieder deutlich besser“, erklärte Müller. Seine Mannschaft zog bis zur 40. Minute auf 21:12 davon – und baute die Führung bis zum Ertönen der Schluss-Sirene weiter aus.

„Wir wollten schnell spielen, weil Trier Probleme in der Rückwärtsbewegung hat, und das ist uns hervorragend gelungen“, sagte Müller zufrieden. Zudem agierte der HSV Püttlingen variabel im Angriff. Das zeigt auch der Blick auf die Torschützinnen: Nathalie Wagner war mit sieben Treffern am erfolgreichsten. Dicht dahinter folgte Renata Szabo mit sechs Treffern. Dazu gelangen mit Kira Martin, Blerta Ilazi und Karoline Bittern drei Spielerinnen jeweils fünf Treffer.



Durch den zweiten Heimsieg in Folge kletterte der HSV Püttlingen auf Tabellenrang drei. Am kommenden Samstag ist der HSV um 17.30 Uhr beim VTV Mundenheim zu Gast. Der ist Tabellenneunter. In Mundenheim hofft Trainer Müller,  wieder seine Tochter Marion Müller einsetzen zu können. Sie fehlte beim Heimsieg gegen die DJK/MJC Trier wegen einer Erkältung. Dafür wird Karoline Bittern die Reise in die Nähe von Ludwigshafen aus privaten Gründen nicht mit antreten. Zudem muss Püttlingen weiter auf die Langzeitverletzten Anna Boßmann (Rückenprobleme) und Florence Ulrich (Kreuzbandriss) verzichten. Ulrich wird diese Saison nicht mehr eingesetzt werden können. Bei Boßmann, die sich im Aufbautraining befindet, hofft Trainer Müller auf die Rückkehr im Saarlandpokal im April.