Püttlinger Weinprinzessin Gwen Fafet erzählt vom Fallschirmspringen

Porträt : Püttlinger Sportlerin ist Weinprinzessin

Gwen Fafet begeisterte in ihrem neuen Amt am Wochenende beim Fest auf Burg Buherbach.

Ein umwerfendes Ambiente inmitten der Burg Bucherbach, ein traumhaftes Wetter zum Feiern und über allem eine bezaubernde und strahlende neue Weinprinzessin. Unter tosendem Applaus von mehreren hundert Gästen wurde Gwen Fafet am vergangenen Freitag auf dem Weinfest in der Burg Bucherbach zur neuen Weinprinzessin ernannt.

„Es ist ein tolles Gefühl und es macht einen stolz, dass man mal die Weinprinzessin seiner Stadt sein darf“, sagt die 21-Jährige bevor sie alle der vielen Stände auf dem Fest besuchte und überall gute Laune verbreitete.

Ihr Heimatverein, der Turnverein Püttlingen, hatte Gwen Fafet als Weinprinzessin vorgeschlagen, und die Interessengemeinschaft Burg Bucherbach, die jedes Jahr zum Weinfest einlädt, stimmte zu. „Ich habe schon immer die tollen Kleider der Weinprinzessinnen bewundert und wollte irgendwann auch mal Prinzessin werden. In diesem Jahr hat es geklappt“, erzählt die Studentin der Wirtschaftspädagogik.

Püttlingen ist ihre Heimatstadt und sie kann sich sehr gut vorstellen, in Püttlingen klassisch mit Familie, Haus und Garten zu leben. Davor muss aber noch etwas passieren. „Ich liebe das Reisen und bin gerne in der Welt unterwegs. Es gibt spannende Dinge zu entdecken“, sagt Gwen Fafet. Nach ihrem Abitur packte die damals 19-Jährige ihre Koffer und wanderte für ein halbes Jahr nach Australien aus.

Dort erlebte sie einen der bislang spannendsten Momente in ihrem Leben. „Australien ist ein wunderschönes Land, aber irgendwann kam mir der Gedanke, dass ich dieses Land auch einmal von oben sehen möchte“, sagt die ehemalige Vize-Saarlandmeisterin im Stabhochsprung. Der TV Püttlingen ist ihr Verein. In der Jugend war sie eine erfolgreiche Leichtathletin, und bereits im Alter von 17 Jahren wurde sie Trainerin beim TVP. Das ist sie bis heute.

Zurück nach Australien: Mit dem Flugzeug ging es in mehrere tausend Meter Höhe und mit dem Fallschirm wieder runter. „Ist man erst einmal im Flugzeug, gibt es kein Zurück mehr. Vor dem Absprung dachte ich, es käme ein Gefühl wie auf der Achterbahn und der Magen würde sich drehen. Aber das war nicht so. Mann fällt etwa 50 Sekunden im freien Fall und das Gefühl dabei ist unbeschreiblich. Dass muss man selber erlebt haben, erklären kann man es nicht“, berichtet die 21-Jährige.

Und was ist das schönste Gefühl beim Fallschirmspringen? „Definitiv wenn der Fallschirm aufgeht. Vorher geht einem schon die ganze Zeit die Düse“, sagt die Weinprinzessin und lacht. Gwen Fafet  schwärmt: „Am Schirm sind wir dann fünf Minuten geflogen. Es war einfach nur traumhaft.“

Wieder einmal traumhaft war auch das Weinfest auf der Burg Bucherbach am vergangenen Wochenende, bei dem die neue Weinprinzessin der absolute Höhepunkt war und mit ihrer Lebensfreude und ihren spannenden Geschichten die Besucherinnen und Besucher zwei Tage lang verzauberte.

Gibt es in ihrem Leben auch einen Prinzen? „Nein, ich habe zur Zeit keinen Freund. Mal sehen, ob sich das auf dem Weinfest noch ändert“, sagt die 21-Jährige am Freitagabend mit einem Augenzwinkern.

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