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Püttlinger schließt Ausbildung als Landesbester ab:
„Mal sehen, was noch kommt“

 Raphael Pistorius an seinem Arbeitsplatz in der Corin Germany GmbH in Saarbrücken. Er mag den Kundenkontakt. Und er lernt schon wieder – nun liegt der Fokus auf der Weiterbildung zum Betriebswirt.
Raphael Pistorius an seinem Arbeitsplatz in der Corin Germany GmbH in Saarbrücken. Er mag den Kundenkontakt. Und er lernt schon wieder – nun liegt der Fokus auf der Weiterbildung zum Betriebswirt. FOTO: BeckerBredel
Püttlingen/saarbrücken. Die Entscheidung für Kaufmännische erwies sich als goldrichtig: Püttlinger absolvierte Ausbildung als Landesbester. Von Becker & Bredel

Aus einem angehenden Juristen ist ein Kaufmann geworden. Der 26-jährige Raphael Pistorius hat sich nach seinem Abitur zunächst für ein Jura-Studium entschieden, brach dieses jedoch nach sechs Semestern ab. Es zog ihn eher in den kaufmännischen Bereich. Für den jungen Mann war das die richtige Entscheidung: Nach anderthalb Jahren schloss der Püttlinger seine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel in der Fachrichtung Großhandel – bei der Corin GSA GmbH in Saarbrücken – als Landesbester ab. Dafür ehrten ihn die Industrie- und Handelskammer und Ministerpräsident Tobias Hans im vergangenen November. „Ich hatte während meiner Ausbildungszeit schon immer eine 1,0 in der Schule, daher war es mein Ziel, Schulbester zu werden“, erzählt der 26-Jährige stolz. Von der Uni kommend, fiel ihm die Schule leicht. Das nutzte er. Die Freude war dann aber groß, als er sogar als Landesbester bestanden hatte.


In seiner Ausbildung hatte er in vielen Abteilungen arbeiten können. „Eigentlich genau so, wie man es sich wünscht.“ Vom Kundendienst über das Lager und die Buchhaltung bis hin zum Marketing konnte er in alle Abteilungen des Unternehmens reinschnuppern.

Das Mutterunternehmen, die Corin Group PLC mit seinem Hauptsitz in England, entwickelt und produziert als weltweit agierendes Unternehmen im Bereich der Endoprothetik Hüft-, Knie- und Sprunggelenksysteme. Das Saarbrücker Unternehmen ist für die Lieferungen innerhalb von Deutschland, nach Österreich und in die Schweiz zuständig. Daher habe man einen vielfältigen Aufgabenbereich, erzählt Pistorius.



„Übernommen wurde ich dann nach meinem Abschluss in der Marketingabteilung des Unternehmens. Das war auch mein Wunsch.“ Denn da hat der 26-Jährige viel Kundenkontakt. „Ich erhalte Anrufe von Menschen, die zum Beispiel über Google auf uns aufmerksam wurden und noch Fragen zu unseren Produkten haben“, so der Püttlinger.

Derzeit befindet er sich in einer Weiterbildung zum Betriebswirt, die er voraussichtlich im August 2020 abschließen wird. „Danach mache ich vielleicht noch meinen Bachelor und vielleicht zieht es mich dann ja auch ins Ausland. Mal sehen, was noch kommt“, sagt Raphael Pistorius über seine Zukunft. Denn das Reisen sei ein großes Hobby. So kündigt er auch an: „Nach meinen Klausuren Ende Februar geht es auf einen Kurztrip nach Lyon.“

Eine weitere Leidenschaft ist es für ihn, Schiedsrichter in Sammelkartenspielen zu sein. „Es gibt weltweit zwei bis drei Mal im Jahr große Spielertreffen. Dort spielt man beispielsweise Magic the gathering. Das ist ein Fantasy-Kartenspiel.“ Dieses Hobby habe ihn sogar schon nach Singapur gebracht.