Püttlinger Mehrgenerationenhaus hatte voriges Jahr etwa 9240 Besucher

Vorzeigeprojekt : Gefragte Adresse für Bildung und Freizeit

Püttlinger Mehrgenerationenhaus hatte voriges Jahr rund 9240 Besucher. Es sucht mehr Ehrenamtliche.

Als Vorzeigeprojekt, das im Regionalverband einzigartig sei, sehen die Püttlinger Verwaltung und die Stadtratsmitglieder das Mehrgenerationenhaus (MGH) Völklinger Straße 14. Dessen Teamleiterin Gabriele Marx stellte die Einrichtung dem Sozialausschuss vor. So gab es 2018 im Mehrgenerationenhaus 37 Angebote. Zwei Drittel davon gibt es wöchentlich, alle 14 Tage oder monatlich.  Marx sagte, 36 Ehrenamtliche hätten an all dem mitgewirkt. Hinzugekommen waren etwa Parkinson-Gymnastik, die  Parkinson-Selbsthilfegruppe und die Handarbeitswerkstatt. Weitere Gruppen verbesserten ihr Englisch oder ihr Französisch oder vertieften ihre Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten.

Das MGH erreiche alle Altersgruppen, insbesondere aber die sogenannte „junge Mitte“, sagte Marx: Sie meint damit Frauen und Männer zwischen 49 und 70 Jahren: „Wir bezeichnen diese Altersgruppe intern als ,Junge Mitte‘, die sich durch ein starkes Bildungsbedürfnis und übereinstimmende Interessen in der Freizeitgestaltung auszeichnet.“

In vielen Gesprächen habe das MGH-Team  erfahren, dass für diese Altersgruppe Angebote fehlen – sei es für Bildung, Freizeit oder Kreativität. Beispielsweise würden Angebote von Sportvereinen oft nur noch unregelmäßig und in geringerem Umfang bis gar nicht mehr wahrgenommen. Dafür hätten die Gesprächspartner viele Gründe genannt. Viele wollten einfach nicht regelmäßig Sport treiben. Andere seien nicht oder nicht mehr bereit, sich auf Dauer an einen Verein zu binden. Andererseits könne das Mehrgenerationenhaus mit seinen Angeboten Menschen erreichen, die bislang „öffentliche Angebote“ für ihre Altersgruppe vermissten.

Gabriele Marx sagte, daher rühre der Entschluss, diese Altersgruppe als Zielgruppe „Junge Mitte“ verstärkt bei den MGH-Angeboten zu berücksichtigen „und weitere passgenaue Angebote zu entwickeln“.

Zudem wolle das MGH-Team nun versuchen, aus dieser Altersgruppe mehr ehrenamtliche Mitstreiter zu gewinnen. 2018 seien insgesamt 9243 Besucher gezählt worden, also rund 193 pro Woche.

Auch bei den Finanzen sieht die MGH-Teamleiterin das Haus in der Völklinger Straße in guter Verfassung. „Mehrausgaben von 5231,09 Euro stehen Mehreinnahmen aus projektbezogenen Zuschüssen und Spenden in Höhe von 27 103,17 Euro entgegen.“

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