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Püttlingen würdigt seinen Kardinal Maurer

Püttlingen würdigt seinen Kardinal Maurer

Er war Sohn eines Bergmannes und wurde Erzbischof der bolivianischen Diözese Sucre. Kardinal Josef Clemens Maurer kümmerte sich besonders um die einfache Bevölkerung, bei der er in hohem Ansehen stand. 1967 wurde er Püttlinger Ehrenbürger. Der 50. Jahrestag des Ereignisses soll 2017 gewürdigt werden.

Josef Clemens Kardinal Maurer ist wohl der bekannteste Spross und Ehrenbürger der Stadt Püttlingen . Der gebürtige Püttlinger Bergmannssohn hat sich als Erzbischof im bolivianischen Sucre vor allem für die arme Landbevölkerung eingesetzt. Das von ihm gegründete Siedlungswerk "Fundacion Cardenal Maurer" errichtete unter anderem über 1300 einfache Häuser, zudem Schulen und Seminare (1994 gründete sich in Püttlingen die Kardinal-Maurer-Gesellschaft, die das Siedlungswerk bis heute unterstützt). Maurer war auch Mitbegründer der Bolivienhilfe des Bistums Trier.

Am 8. Juli kommenden Jahres jährt sich die Verleihung des Ehrenbürger-Titels an Kardinal Maurer zum 50. Mal. Die CDU-Fraktion Püttlingen will dieses Jubiläum zum Anlass zu nehmen, das Andenken an den 1990 verstorbenen Kardinal wach zu halten. In der jüngsten Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses regte Fraktionssprecher Mark Reck an, das Leben und Wirken des Kardinals in einer Gedenkausstellung zu würdigen. Darüber hinaus könnte am Kardinal- Maurer-Platz auf den Namenspatron hingewiesen werden, "sei es durch ein Denkmal oder durch einen Gedenkstein, der ähnlich gestaltet sein könnte, wie der Gedenkstein für Schwester Theodolinde Katzenmeier an der Pfarrkirche St. Bonifatius."

Auch das Anlegen eines Wanderweges "Auf den Spuren von Kardinal Maurer" könne dazu beitragen, so Reck, das Andenken an den Kardinal dauerhaft zu sichern. Folgende Wanderstationen samt Hinweistafeln auf Maurers Wirken seien denkbar: Denkmal am Kardinal-Maurer-Platz, Pfarrkirche St. Sebastian, Kloster Heilig Kreuz und Kreuzkapelle, Marienkapelle, Pfarrkirche St. Bonifatius, Bergehalde, Sommerberg mit Panoramablick auf "seine" beiden Püttlinger Kirchen, Pfarrkirche Liebfrauen und das Geburtshaus in der Auener Straße - für weitere Vorschläge sei man offen. Die Anregungen der CDU-Fraktion trafen im Kultur- und Sozialausschuss auf breite Zustimmung.