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Püttlingen: Spielplatz wird zur Fläche für Wohnbebauung

Püttlingen: Spielplatz wird zur Fläche für Wohnbebauung

Zwei der nach dem im Sommer vom Püttlinger Stadtrat beschlossenen Spielplatzkonzept geschlossenen Spielplätze steht eine neue Nutzung bevor. In seiner letzten Sitzung des Jahres schickte der Stadtrat Bebauungsplanänderungen auf den Weg.

Sowohl das Gelände In der Rösselwies als auch das des einstigen Spielplatzes an der Ecke Behringstraße/Albert-Schweitzer Straße beabsichtigt die Stadt zu vermarkten. Der Bebauungsplan Rösselwiese ist seit 1972 rechtsverbindlich, das Gelände planungsrechtlich als Gemeindefläche-Kinderspielplatz festgelegt.

Jetzt will die Verwaltung das Gelände als Gartenland vermarkten, dazu muss der Bebauungsplan geändert, die Nutzung als private Grünfläche festgesetzt werden. Für die Trafostation auf dem Grundstück wird ein Geh- und Fahrrecht zugesichert. Nach Auffassung der Verwaltung kann die Änderung im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden, dabei entfällt eine Umweltprüfung. Das gilt auch für den Bebauungsplan In der Humes, in dessen Bereich der zweite stillgelegte Spielplatz liegt. Auf rund 1300 Quadratmetern Areal sollen dort zwei Wohnbauflächen enstehen. Laut Verwaltungsvorlage setzt der Bebauungsplan analog zum Ursprungbebauungsplan aus dem Jahre 1972 als Art der Nutzung ein reines Wohngebiet fest. Durch die Aufgabe des Spielplatzes verliere der Fußweg zwischen Albert-Schweitzer-Straße und Virchowstraße seine Funktion. Möglicherweise wird für die direkten Anlieger dort die Möglichkeit geschaffen, Garagen zu bauen. Beiden Vorhaben steht jetzt die Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gemäß Bau-Gesetzbuch bevor.

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