Püttlingen macht sich gegen dauerhafte Sperrung der Forststraße 423 stark

Verbindungsstraße : Püttlinger Einsatz für Forststraße 423 hatte Erfolg

„Diese Straße hat eine wichtige Funktion“: Püttlingens Bürgermeister Martin Speicher meint die Forststraße 423. Eigentlich ein unscheinbares Sträßchen, das kurvenreich durch den Wald zwischen Sprenger Straße im Püttlinger Stadtteil Köllerbach, dem so genannten Sauwasen, und dem Autobahnanschluss Schwalbach/Schwarzenholz führt.

Zurzeit ist sie (noch) gesperrt.

Hintergrund: Hier wurden 2017/2018 vier Windräder gebaut. Währenddessen blieb die Straße aus Sicherheitsgründen gesperrt. Im Juni 2018 wurde bekannt, dass das Land sie nach Beendigung der Bauarbeiten ganz für den Durchgangsverkehr sperren wollte. Als Gründe nannte das zuständige Landesamt für Straßenbau „fehlendes Verkehrsbedürfnis, Umweltschutz, hohe Unfallziffern auf der Forststraße“. Gründe, die die Stadt Püttlingen nicht gelten lassen wollte. Die Verwaltung stützte ihre Argumentation auf Daten der Landespolizei, Einwendungen Betroffener sowie die Tatsache, dass durch Umwege eine höhere Belastung der Umwelt entstünden. Für die Straße ist zum einen das Land zuständig, zum anderen liegt sie auf dem Gebiet der Gemarkung Schwalbach, drittens verbindet sie Püttlinger Stadtteile.

Dass die Einwände aus dem Püttlinger Rathaus nun erfolgreich endeten, wertet Speicher als gute Nachricht. „Sowohl in Schwalbach als auch in Püttlingen liegen einstimmige Beschlüsse des Gemeinde-, beziehungsweise des Stadtrates vor.“ Diese sehen vor, die Forststraße 423 in die Obhut der Gemeinde Schwalbach zu übergeben; die Kosten für die Unterhaltung teilen sich in Zukunft Schwalbach und Püttlingen. Speicher: „Vorgehensweise und Zeitplan werden jetzt abgestimmt.“ Dabei gehe es auch um das Thema Eisfall. Immerhin betrage die Nabenhöhe der Windräder 149 Meter, haben ihre Rotorblätter einen Durchmesser von 116 Metern. Hinweisschilder befinden sich bereits unmittelbar am Wegesrand.

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