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Püttlingen fördert den Kulturbahnhof

Püttlingen fördert den Kulturbahnhof

Die jährlichen Energie-Kosten für den Kulturbahnhof müssen hoch sein, wenn man hört, dass eine energetische Sanierung den Verbrauch im Wert von 15 000 Euro senken soll. Rund 1,35 Millionen Euro soll die Sanierung kosten. Der Stadtrat stimmte nun zu, dass etwa zehn Prozent – 135 000 Euro –, verteilt auf drei Jahre, über die Stadtkasse finanziert werden.

Die Zeit drängte, als der Püttlinger Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung der finanziellen Unterstützung zur energetischen Sanierung des Kulturbahnhofs zustimmen sollte. Eine grundsätzliche Zustimmung hatte es schon vier Wochen zuvor gegeben, diesmal ging es um die konkrete Bereitstellung der Gelder.

Eilig war es deshalb, weil man auch gerne Mittel aus einem Bundes-Förderpogramm haben würde und nach der Ratssitzung nur noch zwei Tage für die Bewerbung blieben - das Förderprogramm des Bundes unterstützt die Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur.

Die gebotene Eile betonte auch Clemens Sebastian als Vorsitzender des Kulturforums Köllertal in seinem Bericht an den Rat. Anfang Oktober habe das Bundesumweltministerium den Projektaufruf mit den dazu gehörenden Rahmenbedingungen veröffentlicht. Insgesamt stehen in diesem Investitionsprogramm 100 Millionen Euro "für die Förderung investiver Projekte mit besonderer, auch überregionaler Bedeutung, und sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre Wirkung für die soziale Integration in der Kommune und die Stadtentwicklung zur Verfügung".

Die geförderten Projekte sollen auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und über ein überdurchschnittliches Investitionsvolumen oder hohes Innovationspotential verfügen. Der Bundesanteil der Förderung soll in der Regel zwischen einer und vier Millionen Euro liegen. Entsprechend hoch seien die Anforderungen an die Projekte.

Mit heißer Nadel geplant



Das Projektteam hat also gemeinsam mit der Stadtverwaltung mit heißer Nadel das Bewerbungskonzept erstellt. Einer der Schwerpunkte ist dabei die energetische Sanierung des Bahnhofsgebäudes: "Die vorgesehenen Maßnahmen sollen den Energieverbrauch in einer Größenordnung von 15 000 Euro senken" und so zum Klimaschutz beitragen.

Neben der energetischen Sanierung des Bahnhofsgebäudes stehen noch weitere Punkte auf der Agenda: eine Photovoltaikanlage auf der Bahnsteigüberdachung, moderne Medientechnik für die Stückguthalle, ein Projekt "E-Bike" (Elektro-Fahrrad) am Radweg und städtebauliche Maßnahmen im Umfeld, wie der Ausbau von Parkplätzen und der Bushaltebuchten, die barrierefrei werden sollen.

Mit Denkmalamt abgestimmt



Das Maßnahmenkonzept sei bereits mit dem Landesamt für Denkmalschutz abgestimmt. Sebastian abschließend: "Bei einem Erfolg könnte der Bahnhof Püttlingen seine Attraktivität in den Bereichen Kunst, Kultur, Weiterbildung und Tourismus erhöhen und zu einem Modell für ein klimaneutrales, kulturell genutztes Industriedenkmal werden.”

Insgesamt gewährt die Stadt einen Eigenanteil von 135 000 Euro , was ziemlich genau zehn Prozent der Gesamtkosten entspricht. Der Eigenanteil verteilt sich auf drei Jahre, 46 000 Euro für das kommende Jahr, 56 000 Euro für 2017 und 33 000 Euro für 2018.