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Jugendbeirat
Püttlingen bekommt einen Jugendbeirat

Püttlingen. Bewerber für die Interessenvertretung Jugendlicher müssen zwischen 14 und 23 Jahre alt sein. Von Marco Reuther

Gesucht: Jugendliche mit Elan. Noch im vorigen November hatte der Püttlinger Stadtrat beschlossen, dass es – wie es schon einen Seniorenbeirat für die Stadt gibt – künftig auch einen Jugendbeirat geben soll. Nun geht es darum, Jugendliche zu finden, die dem Jugendbeirat angehören wollen, können und dürfen. Der Jugendbeirat ist als eine Interessenvertretung für Jugendliche zu verstehen, die Vorschläge einbringen kann. „Ziel dabei ist es“, so die Stadtverwaltung in einer Mitteilung, „junge Menschen stärker am kommunalpolitischen Geschehen zu beteiligen sowie ihr gesellschaftliches Engagement als auch ihr Verantwortungsbewusstsein zu fördern.“



Bewerber, die sich für die Jugendbeiratswahl 2018 aufstellen lassen, müssen am Stichtag 21. März 2018 zwischen 14 und 23 Jahre alt sein, und sie müssen in Püttlingen wohnen (zum genannten Stichtag seit mindestens drei Monaten). Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Wer von den Bewerbern letztlich genommen wird, entscheidet der Stadtrat bei einer Wahl durch die Ratsmitglieder.

Als „Ziel und Zweck“ des Jugendbeirates nennt die „Jugendbeiratssatzung“ unter anderem: „Motivation junger Menschen, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten durch Übernahme politischer und sozialer Verantwortung für sich und andere in das Gemeinwohl einzubringen“, zudem die Förderung des ehrenamtlichen Engagements, die „Stärkung der Beteiligung Jugendlicher an allen Planungs- und Entscheidungsprozessen, die jugendrelevante Themen berühren“, ebenso die „Unterstützung der Arbeit des Bürgermeisters sowie des Stadtrates und seiner Ausschüsse in Angelegenheiten, die Auswirkungen auf die jugendliche Bevölkerung in Püttlingen haben.“ Das „solidarische Miteinander der Generationen von Jung und Alt zu unterstützen“ ist ebenfalls ein Anliegen.

Themen, mit denen sich der Jugendbeirat befasst, sind etwa Verkehrssicherheit für Kinder und Jugendliche, Jugendeinrichtungen, Spiel- und Sportstätten, Freizeit- und Sportangebote sowie Bildungs- und Kulturangebote. Der Beirat kann auch Lösungsempfehlungen geben, wenn es in Püttlingen Probleme gibt, die Auswirkungen auf Jugendliche haben – etwa in den Bereichen Drogen, Spielsucht oder Kriminalität. Der Beirat soll überdies Stellung beziehen zu Fragen, die ihm durch den Bürgermeister, den Stadtrat oder dessen Ausschüssen vorgelegt werden.

Die oder der Vorsitzende des Beirates wird zudem zu Ratssitzungen eingeladen, wenn es dort um Jugendliche betreffende Themen geht. Mit abstimmen kann sie oder er nicht, hat jedoch Rederecht.

Wie erwähnt, werden die Mitglieder des Jugendbeirates durch den Stadtrat berufen, es gibt allerdings Vorgaben zur Zusammensetzung des Beirates: Je ein Mitglied wird von den Stadtratsfraktionen, bzw. Parteien vorgeschlagen (darf aber selbst kein Stadtratsmitglied sein), je ein Mitglied soll einem Püttlinger Verein oder Verband angehören, der selbst aktive Jugendarbeit betreibt. Auch die Kirchliche Jugendarbeit soll vertreten sein und ebenso die örtlichen Jugendhilfeeinrichtungen (Jugendzentren), dazu je ein Vertreter der Peter-Wust-Gemeinschaftsschule, der Jugendfeuerwehr und des Jugendrotkreuzes. Zudem ist der vom Stadtrat gewählte Kinder- und Jugendbeauftragte beratendes Mitglied im Jugendbeirat.