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Eine hügelige Umfrage
Pro und contra „Hügel-Schwund“

Wolfgang
Schmitt
Wolfgang Schmitt FOTO: BeckerBredel
Püttlingen. Eine Umfrage vor Ort zeigt sehr unterschiedliche Ansichten.

Der Rest des Bahndamms am Kardinal-Maurer-Platz in Richtung des Püttlinger Stadtparks soll abgetragen werden – der „Hügel mitten in der Stadt“ und die kleine (kaum nutzbare und somit auch kaum genutzte) Naturbühne an der Seite des Hügels verschwinden dann. Der Stadtrat hat inzwischen (siehe oben) einen entsprechenden Beschluss gefasst. Wir wollten aber auch von den Menschen vor Ort wissen, wie dieser Plan ankommt.


Der 55-jährige Taxifahrer Wolfgang Schmitt findet die Änderung sinnvoll: „Hinter dem Hügel finden Veranstaltungen statt, und ich wurde schon häufig gefragt, wo sich dieser Platz befindet. Das ist wirklich ärgerlich, wenn Besucher die Veranstaltung nicht finden und deswegen Püttlingen wieder verlassen.“ – Hinter dem Hügel bieten Wiesen Platz für Veranstaltungen. Außerdem, so Schmitt, würden Kinder auf dem Hügel Fußball spielen, was so nicht gut funktionieren würde. „Wenn der Hügel abgetragen wird, werden sie sicherlich mehr Spaß haben.“

Ein weiterer Befürworter, Christoph Weber, findet die Pläne ebenfalls gut, da sich die Parksituation verbessere und man einen besseren Überblick habe. „Auf dem Platz hinter dem Hügel trinken und randalieren manchmal Jugendliche. Wäre der Hügel weg, hätte man diese besser im Auge, und man kann im Notfall auch mal eingreifen“, so der 61-jährige Rentner aus Püttlingen.



Wolfgang Reden aus Püttlingen sieht die Situation recht neutral. Dem 65-jährigen Einzelhandelskaufmann ist der Hügel nie negativ oder positiv aufgefallen. „Daher finde ich ihn weder schön, noch stört er mich. Es gibt allerdings andere Plätze in Püttlingen, dort wäre das Geld besser investiert“, so Reden.

Thomas Bäumer besucht während unserer Umfrage eine Freundin in Püttlingen, und er verbringt gerne Zeit im Stadtpark. Die schöne Landschaft würde er genauso lassen, wie sie ist, auch das angelegte Blumenbeet vor dem Hügel gefällt dem gelernten Stuckateur. „Die haben hier schon genug umgebaut, dann sollen sie den Hügel zumindest lassen. Auch für die Kinder ist so ein Hügel doch echt was Schönes“, sagt der 48-Jährige.

Die 38-jährige Ulrike Naser hat schon als Kind auf Platz und Hügel gespielt. „Ich fände es schade, wenn alles weggemacht wird. Als wir klein waren, fanden wir den Hügel immer großartig. Außerdem wäre ich froh, das Geld würde in die Sauberkeit Püttlingens oder Spielplätze für die Kinder investiert werden. Das wäre doch wirklich mal sinnvoll“, so die Hausfrau aus Püttlingen.

„Der Hügel stört mich nicht, denn Grünflächen sind immer schön anzusehen“, sagt Thomas Wilhelm, der als Heilpraktiker für Psychotherapie in Püttlingen arbeitet. „Das einzig Sinnvolle wären Parkplätze. Allerdings wurden vor Kurzem erst neue Parkmöglichkeiten gebaut. Da muss man jetzt schauen, ob diese ausreichen oder noch mehr in der Innenstadt benötigt werden.“ Dann ergänzt der 52-Jährige noch: „Für meine Praxis in der Stadt sind Parkplätze immer gut. Doch falls keine weiteren benötigt werden, fände ich persönlich die Grünfläche besser.“

Wolfgang
Reden
Wolfgang Reden FOTO: BeckerBredel
Ulrike
Naser
Ulrike Naser FOTO: BeckerBredel
Christoph
Weber
Christoph Weber FOTO: BeckerBredel
Thomas
Bäumer
Thomas Bäumer FOTO: BeckerBredel
Thomas
Wilhelm
Thomas Wilhelm FOTO: BeckerBredel
(bub)