| 20:33 Uhr

Herry Weilands Bühnenjubiläumskonzert
Pop und Klassik Hand in Hand

Musiker und Wirt Herry Weiland, Anfang 2018 im Karlsberg Fass in Püttlingen. Foto: Walter Faas
Musiker und Wirt Herry Weiland, Anfang 2018 im Karlsberg Fass in Püttlingen. Foto: Walter Faas FOTO: Walter Faas
Püttlingen. Herry Weiland und Freunde, samt dem Streichorchester der Musikschule, begeisterten das Publikum in der Stadthalle. Von Walter Faas

SoNett! Mehr als nett war das Konzert am Samstag in der Püttlinger Stadthalle, dass der Püttlinger Musiker Herry Weiland, 53, mit seinem Duo SoNett und vielen musikalischen Freunden zu seinem 50. Bühnenjubiläum auf die Beine gestellt hatte. „Eher gänsehautmäßig, saugudd!“, sagen Rüdiger und Caroline Zürn zum Konzert, zwei von rund 300 Besuchern. Pop/Rock plus Klassik – das ist ungewöhnlich genug. Die Streicher der Musikschule Püttlingen, dirigiert von Carlo Spada, beginnen mit einer Ouvertüre im Stil eines Filmtrailers. Dann legt das Schlagzeug los, Percussionist, Bassist, Gitarristen und Keyboarder mischen sich ein. Myriam Parusel und Herry Weiland stellen sich an die Mikros, das gefühlvoll-kraftvolle Programm beginnt.


Hannes Wader lässt grüßen. Die Musiker covern Pink Floyd, Leonard Cohen, die – jede auf ihre Weise – sagenhaften Sängerinnen Janis Joplin und Alexandra, und munter geht es weiter, bis zum Zugabenteil. Alle haben ihren Spaß, die Musiker vorne an der Rampe, das Publikum im gut besetzten Saal.

Myriam Parusel, stimmlich beheimatet in der Jazz-Band „Couchquartett Saarburg“, verfügt über eine super Stimme, Ausstrahlung, den nötigen Groove, auch mal „Me and Bobby McGee“ zu singen (im Original 1969 von Kris Kristofferson und Fred Foster als Country-Song geschriebener, aber berühmt geworden durch die wunderbar kratzige Version von Janis Joplin). Und die Instrumental-Solisten glänzen an ihren verstärkten Instrumenten, allen voran der „Teufelsgeiger“.



Zum Streichorchester lassen wir einen von dessen „alten Hasen“ zu Wort kommen, Eugen Geiger, der hier seit Jahrzehnten das Cello spielt: „Die Zusammenarbeit mit der Band hat uns gut getan. Weil die Popmusiker aber ständig Klangfarben und Tempi ändern, muss man schon hölllisch gut aufpassen, schnell reagieren und manchmal auch improvisieren.“ Hat aber prima gepasst, so dass dem eingangs erwähnten Gänsehaut-Feeling wenig im Weg stand, bei Titeln wie „Calm after the Storm“, der niederländische Beitrag zum Eurovision Song Contest 2014, „Hymn“ von Barclay James Harvest, dem berühmten „Amazing Grace“, das es in 1000 Versionen gibt, oder „For Good“ aus dem „Zauberer von Oz“.

Große Freude im Publikum für ein bemerkenswertes Konzert, bei dem die blutjunge Nora Parusel, Tochter der Frontfrau Myriam, ihr Bühnendebüt gab mit dem „Wunderlied – Weißt du schon wie schön das ist“ aus dem Film „Sommer in Orange“ – nochmal Gänsehaut!