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Hilfsangebot für Parkinson-Patienten
Hilfe für Parkinson-Patienten in Püttlingen

Püttlingen. Selbsthilfe und Gymnastik für Patienten: Das Mehrgenerationenhaus erweitert mit fachlicher Unterstützung sein Angebot.

Gemeinsam mit dem Parkinson-Kompetenz-Zentrum Saar will das Püttlinger Mehrgenerationenhaus (MGH) künftig sowohl eine Parkinson-Selbsthilfegruppe als auch eine Parkinson-Gymnastikgruppe anbieten. „In der Selbsthilfegruppe kommen an Parkinson erkrankte Menschen mit anderen Betroffenen zusammen. Sie tauschen sich aus und haben die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen. Es gibt Gruppengespräche, Vorträge und gemeinsame Unternehmungen“, heißt es in der Ankündigung. Die Mitarbeit in einer Gruppe helfe zudem Betroffenen, sich positiv mit den Veränderungen in ihrem Leben auseinanderzusetzen.


Zur Parkinson-Gymnastikgruppe heißt es als Grundgedanke: „Parkinson-Patienten müssen ihren Alltag auf körperliche Aktivitäten ausrichten. Je früher sie ihre Fähigkeiten trainieren, umso besser können später auftretende Defizite ausgeglichen werden.“ Parkinson-Gymnastik verbessere die motorischen Leistungen, optimiere die Bewegungsstrategien und trage dazu bei, die Lebensqualität zu erhöhen. Entscheidend dafür sei jedoch, „dass frühzeitig eine aktivierende Therapie verordnet und begonnen wird“.

Parkinson – benannt nach Dr. James Parkinson (England, 1755 bis  1824), der die Krankheit erstmals beschrieb und „Schüttellähmung“ nannte – ist eine nicht ansteckende, beim Patienten jedoch langsam fortschreitende Krankheit, durch die bestimmte Zellen im Gehirn beschädigt werden und absterben. Diese Zellen sind für die Produktion des chemischen Botenstoffes Dopamin zuständig, der wiederum notwendig ist, um unsere Körperbewegungen zu steuern. Fehlt Dopamin, hat das unter anderem Zittern, Sprachstörungen und Muskelsteifheit in Armen und Beinen zur Folge. Oft dauert es Jahre, bis sich die Symptome zeigen und die Krankheit diagnostiziert wird.



In Deutschland gibt es über 300 000 Parkinson-Patienten, die Betroffenen sind oft – aber keineswegs ausschließlich – älter als 50 Jahre. Die Parkinson-Krankheit ist noch nicht heilbar, ihre Behandlung richtet sich vor allem auf die Verringerung der Symptome und die Linderung der Beschwerden. Nicht nur die richtigen Medikamente, auch genügend Bewegung und eine gesunde Ernährung sind bei der Behandlung wichtig.

Kostenlose Info-Veranstaltung zu den neuen Angeboten: Mittwoch, 17. Oktober, 15 Uhr, im MGH (Völklinger Straße 14). Referentin ist Marita Scheidt vom Parkinson-Kompetenz-Zentrum Saar. Infos auch bei MGH-Leiterin Gabriele Marx, Tel. (0 68 98) 5 48 94 55.