Parkinson erkennen und behandeln

Die „Schüttellähmung“, heute eher als Parkinson-Erkrankung bekannt, hat eine große Bandbreite: Sowohl Erscheinungsform und Schwere der Krankheit, als auch die Behandlungsmethoden können sehr unterschiedlich sein. Ein Vortrag in Püttlingen informiert zum Thema.

"Moderne Therapien bei Parkinson", das ist das nächste Thema im Rahmen der Vortragsreihe zu Gesundheitsthemen im Knappschaftsklinikum Saar in Püttlingen . Der Termin ist am morgigen Donnerstag, 21. April, 18 Uhr.

Bei Parkinson (auch Schüttellähmung genannt), gebe es verschiedene Behandlungsansätze, die auch vom Alter des Patienten abhängen, heißt es in der Ankündigung des Info-Abends. Die Ursachen der Krankheit seien oft recht vielseitig. Deshalb sei es besonders wichtig, die ersten Anzeichen rechtzeitig zu erkennen. Dr. Jürgen Guldner, Chefarzt der Klinik für Neurologie, wird zudem über Tipps für Parkinson-Patienten zur Bewältigung des Alltags sprechen.

In Deutschland leiden etwa 300 000 Menschen an Parkinson. Durch die Krankheit sterben Dopamin produzierende Nervenzellen im Gehirn ab, die für die Bewegungskoordination zuständig sind.

Bei Parkinson gibt es sehr unterschiedliche Symptome, ebenso unterschiedliche Prognosen und Therapieerfolge. Auch die Ursachen seien recht vielschichtig. Bei jungen Patienten spielen erbliche Anlagen eine Rolle. Es gibt Patienten , bei denen sich die Krankheit oft erst im voranschreitenden Alterungsprozess bemerkbar macht. Erste Hinweise auf die Krankheit können eine veränderte Handschrift, starke Muskelverspannungen im Hals- und Nackenbereich, Veränderung des Geruchssinns, Schlafstörungen und etliches mehr sein. Gezielte Übungen helfen, Körperfunktionen zu erhalten. Neben Medikamenten seien auch physikalische Therapien wichtig. Dazu gehören Physio-, Ergo-, Stimm-, Sprech- und Schlucktherapie. "Ziel ist es, den Patienten einen Teil ihrer verlorenen Fähigkeiten zurückzugeben oder dem Verlust weiterer Fähigkeiten vorzubeugen", so Dr. Guldner. Dabei würden gezielte Übungen helfen, die noch vorhandenen Fähigkeiten zu erhalten. Dr. Guldner werde während des Vortrags auch auf individuelle Fragen der Besucher eingehen.