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Nur Podolski muss harsche Kritik einstecken

Nur Podolski muss harsche Kritik einstecken

Püttlingen. "Das Spiel gegen Holland war eine Steigerung gegenüber dem Portugal-Spiel, in dem die Deutschen doch sehr nervös agiert hatten. Wir haben jetzt zweimal bewiesen, dass wir gegen Topteams bestehen können", lobt Schonard. Nur als sich Deutschland gegen Holland im Zeichen einer 2:0-Führung ein wenig zurücknahm, sei es gefährlich geworden. "Richtig zittern mussten wir aber nie. Aber wir haben ab der 70. Minute nicht mehr so nach vorne gespielt wie vorher, prompt kamen die Holländer besser auf und schossen das 1:2. Obwohl es ein sau unglückliches Tor für uns war - durch die Beine von Badstuber."Während Schonard Holland stark kritisiert ("Van Bommel und De Jong, das geht ja gar nicht. Die machen das Spiel nur langssam"), hatte er viel Lob für die Deutschen: "Schweinsteiger und Khedira waren für mich die besten Spieler, Gomez war mit seinen beiden Toren Man of the Match. Und auch Lahm hat sich im Vergleich zum ersten Spiel gesteigert. Thomas Müller war ein Rackerer und Kämpfer wie eh und je, Mats Hummel hat wieder überragend gespielt."

Püttlingen. "Das Spiel gegen Holland war eine Steigerung gegenüber dem Portugal-Spiel, in dem die Deutschen doch sehr nervös agiert hatten. Wir haben jetzt zweimal bewiesen, dass wir gegen Topteams bestehen können", lobt Schonard. Nur als sich Deutschland gegen Holland im Zeichen einer 2:0-Führung ein wenig zurücknahm, sei es gefährlich geworden. "Richtig zittern mussten wir aber nie. Aber wir haben ab der 70. Minute nicht mehr so nach vorne gespielt wie vorher, prompt kamen die Holländer besser auf und schossen das 1:2. Obwohl es ein sau unglückliches Tor für uns war - durch die Beine von Badstuber."Während Schonard Holland stark kritisiert ("Van Bommel und De Jong, das geht ja gar nicht. Die machen das Spiel nur langssam"), hatte er viel Lob für die Deutschen: "Schweinsteiger und Khedira waren für mich die besten Spieler, Gomez war mit seinen beiden Toren Man of the Match. Und auch Lahm hat sich im Vergleich zum ersten Spiel gesteigert. Thomas Müller war ein Rackerer und Kämpfer wie eh und je, Mats Hummel hat wieder überragend gespielt."

Gefallen hat ihm auch die Körpersprache der deutschen Spieler: "Das wirkte souverän", meint Schonard. Ein deutscher Spieler gefiel Schonard jedoch gar nicht: "Podolski war sehr schwach. Schon im ersten Spiel war er nichts. Defensiv geht's ja noch, aber auch nur, weil Lahm hinter ihm so stark gespielt hat. Nach vorne bringt Poldi zu wenig. Löw setzt zwar auf ihn, doch er hatte mit Köln eine schlimme Saison, und ich weiß nicht, wo er jetzt das Selbstvertrauen für dieses Turnier herholen will. Ich hätte ab der 70. Minute Schürrle oder Reus für ihn gebracht."

Ansonsten fand Schonard die Auswechslungen Löws richtig: "Klose für Gomez, das war in Ordnung. Mich hat's für Gomez unheimlich gefreut, dass er die Tore gemacht hat, aber Klose ist so stark, den muss man auch mal bringen. Toni Kroos für Özil war auch richtig. Özil hat hintenraus etwas abgebaut, während Kroos ballsicher ist. Und am Schluss Lars Bender für Müller, naja, das war halt taktisch bedingt, obwohl ich Bender auch gern länger im Spiel gesehen hätte."

Schonard glaubt, dass Deutschland "so gut wie weiter ist", obwohl noch ein Punkt gegen Dänemark geholt werden muss. In diesem letzten Spiel muss Joachim Löw seine zweimal siegreiche Elf umstellen, da Boateng wegen seiner zweiten gelben Karte pausieren muss. Dazu Schonard: "Ich würde Lars Bender für Boateng bringen, natürlich kann man auch Lahm auf die rechte Seite ziehen und Schmelzer hinten links spielen lassen, aber ich weiß nicht, wie sich Schmelzer auf der internationalen Bühne bewegt." Zur Taktik meint er: "Wir dürfen uns nicht hinten reinstellen, sondern müssen unser Ding weiter machen und versuchen, uns von Spiel zu Spiel noch besser ins Turnier reinzusteigern." Foto: XXX

Foto: maik dittgen