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Nicht in Gefahr, aber dennoch „gerettet“

Nicht in Gefahr, aber dennoch „gerettet“

Mit ihrem Antrag zur Beibehaltung der Seniorenfastnacht im Trimmtreff hatte sich die CDU-Fraktion um Mark Reck im Püttlinger Stadtrat eigentlich erhofft, ein deutliches Bekenntnis der Verwaltung und der Stadtrats-Kollegen zur Veranstaltung zu bekommen.

Da die Seniorenfastnacht aber überhaupt nicht in Frage gestanden hatte, hat die Fraktion mit ihrem Antrag die Veranstaltung in den Fokus gerückt und vielleicht einen nicht beabsichtigen Denkprozess in Bewegung gebracht.

"Aufgrund der eindringlichen Bitte des Seniorenbeirates, der mit Schreiben vom 21. Oktober an die CDU-Fraktion herangetreten ist, beantragen wir die Fortsetzung der Veranstaltung im Jahr 2015", betont Reck in der Vorlage. Bürgermeister Martin Speicher reagierte erstaunt: "Es war nicht daran gedacht, die Seniorenfastnacht nicht mehr anzubieten." Unter anderem bekannte sich auch Astrid Schramm von den Linken zur Seniorenveranstaltung, sie habe aber zuletzt nachlassendes Interesse unter den Senioren beobachtet, was sich in sinkenden Besucherzahlen widergespiegelt habe. Also forderte sie: "Wir sollten zusammen ein neues Konzept erarbeiten, um wieder mehr Besucher anzuziehen." Bürgermeister Speicher käme das offenbar gelegen. Eines seiner Argumente: "Da es in Püttlingen keinen Karnevalsverein gibt, gibt es auch kaum Akteure für die Veranstaltung. Die müssen dann von außerhalb für Geld verpflichtet werden." Dagegen verfüge die Stadt über einige Chöre und Musikgruppen, die für die Senioren der Köllertal-Stadt bei einem Konzert aufspielen könnten.