Neues zur neuen Kita

Fast vier Millionen Euro soll die neue Kita in Köllerbach kosten. Um den schon jetzt für die benachbarte Schule problematischen Verkehrsfluss zu entlasten, sollen die von der Kita abfahrenden Eltern über eine eigene Route gelenkt werden.

Schon im Herbst hat der Püttlinger Stadtrat beschlossen, dass direkt an der Grundschule Köllerbach eine neue Kindertagesstätte mit acht Gruppen gebaut wird. 3,8 Millionen Euro soll das die öffentlichen Kassen kosten (voriges Jahr war man noch von 3,2 Millionen ausgegangen). Der Werksausschuss hat in den vergangenen Wochen den Eigenbetrieb Technische Dienste der Stadt Püttlingen ermächtigt, die erforderlichen Aufträge an Firmen zu vergeben. Demnach soll das Ingenieurbüro Thomas Schneider aus Püttlingen Entwürfe für die technische Gebäudeausrüstung entwickeln und das Homburger Büro SBK Entwürfe für die Tragkonstruktion.

Im Stadtrat hat die Verwaltung nun vorgestellt, wie der Verkehr geregelt werden soll, wenn die Kita in Betrieb geht. Das ist von besonderer Bedeutung, denn derzeit ist die Grundschule über die Straße Zur Sporthalle an die Kyllbergstraße angebunden. Da es sich jedoch um eine Sackgasse handelt und der Verkehr nur in eine Richtung abfließen kann, kommt es schon jetzt vor Schulbeginn häufig zu Engpässen. Die Situation werde zudem dadurch verschärft, dass es nur wenige Stellplätze gibt.

Die Verkehrsanbindung der neuen Kita soll deshalb weitgehend von jener der Grundschule getrennt werden. Die Verwaltung plant die Erschließung zwar auch über die Straße Zur Sporthalle, abfließen soll der Verkehr dann jedoch - als Einbahnstraße - über den heutigen Verbindungsweg zur Jahnstraße. Und neue Stellplätze für die Angestellten sollen im Bereich der Grünfläche vor dem Grundschulgebäude errichtet werden, während die Eltern Kurzzeitparkplätze entlang der Zu- und Abfahrtsstraße nutzen sollen. Die genauen Pläne will die Stadtverwaltung noch im Rahmen einer Einwohnerversammlung vorstellen.

Im Zuge der Bauarbeiten bekommt zudem die Grundschule eine neue Toilettenanlage für etwa 90 000 Euro . Ein Posten, der bereits in den 3,8 Millionen Gesamtkosten eingerechnet ist. Die Gesamt-Finanzierung läuft über das Innenministerium (1,25 Millionen Euro ), das "Kommunalinvestitionsförderungsgesetz" (500 000 Euro aus Bundesmitteln), den Regionalverband (810 000 Euro ) und das Bistum Trier (knapp 100 000 Euro ). An der Stadt bleiben somit rund 1,1 Millionen Euro hängen. Man hofft, diesen Betrag teils durch den Verkauf des Gebäudekomplexes der Kita Herz-Jesu mit Hausmeisterwohnung zu decken (die bisherigen Kitas Herz Jesu und St. Martin werden aufgegeben). Die Verwaltung hat als Verkaufserlös eine halbe Million Euro angesetzt. Für den Rest müsste die Stadt einen Sonderkredit aufnehmen.

Wie die Verwaltung den Rat informierte, sind die Zuwendungsanträge gestellt. Mitte Juni soll der Bauantrag fertig sein. Anfang Juli soll der Werksausschuss die Vergabe der Arbeiten für den Bau der Toilettenanlage in der Schule absegnen und über die Vergabe der übrigen Bauaufträge vorberaten. Die Vergabe selbst steht dann auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung im Juli.