Neue Unterkunft für die Feuerwehr

Heusweiler. Die Heusweiler Feuerwehr soll ein neues Gerätehaus bekommen. Das beschloss der Heusweiler Gemeinderat bei Enthaltung von Michael Bunk (NÖL) einstimmig. Den Antrag dazu hatte die SPD eingereicht. Ihr Sprecher, Gerd Werner, erklärte: "Das Feuerwehrgerätehaus in der Trierer Straße weist zahlreiche gravierende Mängel auf, die einen Neubau dringend erforderlich machen

Heusweiler. Die Heusweiler Feuerwehr soll ein neues Gerätehaus bekommen. Das beschloss der Heusweiler Gemeinderat bei Enthaltung von Michael Bunk (NÖL) einstimmig. Den Antrag dazu hatte die SPD eingereicht. Ihr Sprecher, Gerd Werner, erklärte: "Das Feuerwehrgerätehaus in der Trierer Straße weist zahlreiche gravierende Mängel auf, die einen Neubau dringend erforderlich machen. So stellt die Gebäudelage in einer Kurve der stark befahrenen B 268 ein enormes Unfallrisiko dar. Das Einrücken der Fahrzeuge nach einem Einsatz und auch die Reinigung der Fahrzeuge haben bisher nur mit viel Glück nicht zu Unfällen geführt." Der bauliche Zustand des Hauses, das in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder - meist von den Feuerwehrmitgliedern in Eigenregie - aus- und umgebaut wurde, sei bedenklich. "Insbesondere die Sanitäreinrichtungen bedürfen einer grundlegenden und kompletten Erneuerung. Aus den Wasserleitungen kommt zunächst braune Brühe", sagte Werner. Auf die Aufnahme von Feuerwehrfrauen sei das Haus nur unzulänglich vorbereitet. "Es fehlen Umkleide- und Duschräume. Und für die Jugendwehr fehlen geeignete Schulungsräume", schilderte Werner.

Auch um die Feuerwehr in Zukunft für junge Menschen attraktiv zu machen, bedürfe es im Ortsteil Heusweiler eines modernen und den Vorschriften des Brandschutzwesens entsprechenden Gerätehauses, betonte der SPD-Sprecher. Aus dem Reihen der anderen Ratsfraktionen gab es Zustimmung. So meinte Ulrich Krebs (FDP): "Feuerwehrfrauen und -männer leisten einen Dienst für jeden Einzelnen von uns und nehmen dabei Risiken und Gefahren für ihre eigene Gesundheit und ihr eigenes Leben in Kauf. Es ist das Mindeste, was wir tun können, ihnen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen, die diese Gefahren minimieren." Krebs ging aber auch auf das Finanzierungsproblem ein: "Wir haben einen Schuldenberg, der in den letzten beiden Jahren um jeweils vier Millionen Euro gestiegen ist. Ich appelliere deshalb an alle Fraktionen, Möglichkeiten zu finden, die Realisierung eines Neubaus durch Einsparungen im Haushalt abzusichern." Der Gemeinderat beschloss, zunächst einmal Planungskosten in Höhe von 30 000 Euro in den Haushalt einzustellen. Mit dem Neubau soll so schnell wie möglich begonnen werden.

Gleichzeitig prüft die Verwaltung, ob es Zuschussmöglichkeiten vom Regionalverband, Land, Bund oder der EU gibt. Alle noch geplanten und durch den Haushalt schon abgesicherten Instandsetzungsmaßnahmen im alten Feuerwehrgerätehaus sollen ausgesetzt werden - sofern sie nicht unumgänglich sind. Wo das neue Gerätehaus gebaut wird, steht aber noch nicht fest. Der Standort soll von der Verwaltung und der Wehrführung "unter Berücksichtigung der Feuerwehrbedürfnisse" ermittelt werden. Foto: aki

"Das Feuerwehr-

gerätehaus weist zahlreiche gravierende Mängel auf, die einen Neubau dringend erforderlich machen."

Gerd Werner