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Jugendkümmerer zieht Bilanz
Nach schwierigem Start läuft’s rund

Ulli Klein, der Kinder- und Jugendbeauftragte.
Ulli Klein, der Kinder- und Jugendbeauftragte. FOTO: Stadt Püttlingen
Püttlingen. Der Püttlinger Kinder- und Jugendbeauftragte Ulli Klein legt seinen Bericht vor. Von Andreas Lang

Seit etwas mehr als einem Jahr ist Ulli Klein Kinder- und Jugendbeauftragter der Stadt Püttlingen. Jetzt hat der junge Sozialdemokrat zum ersten Mal dem Stadtrat, dem er selbst angehört, seinen Tätigkeitsbericht vorgestellt. Mal versucht er, seine Altersgenossen für einen Chat der Welten zu begeistern. Oder motiviert seine Zielgruppe, die vielfältigen Angebote des Kinderferienprogramms zu nutzen. Oft besucht er Sommerfeste in Kindergärten oder Treffen in Jugendzentren. Ja, und manchmal sieht man ihn mit der Köllerbacher Jugendfeuerwehr Plätzchen für deren Stand beim Weihnachtsmarkt backen. So geht es aus seinem ersten Jahresbericht hervor.


Dienstags von 16 bis 18 Uhr ist Sprechstunde. Seit Mitte Januar 2017 bisher 35 Mal. Und inzwischen hat sich auch herumgesprochen, dass Ulli Klein beim Jugendamt des Regionalverbandes arbeitet und somit kompetenter Ansprechpartner ist, wenn es um die Arbeitsbereiche des Jugendamtes geht. So kann er zum Beispiel viele Fragen um den Kindesunterhalt direkt beantworten oder bei Bedarf über das Vorgehen des Jugendamtes informieren, wenn das Amt einen Hinweis auf Gefährdung des Kindeswohls erhalten hat.

„Zum Anfang meiner Tätigkeit wollte ich mir auch einen Überblick über die städtischen Kindergärten verschaffen“, sagte Klein. Also hat er zu einem runden Tisch eingeladen: „Bei diesem Termin konnte ich mich dem Leitungspersonal der Einrichtungen vorstellen und ihnen Fragen stellen.“ Auch mit den Jugendzentren ist er in Kontakt getreten: „Kurz nach der offiziellen Eröffnung des Jugendzentrums in Köllerbach habe ich mich bei einem Ortstermin der zuständigen Sachbearbeiterin Lisa Burger von Juz-United vorgestellt.“ In diesem Gespräch wurden Möglichkeiten und Ideen erörtert, wie man mehr Jugendliche für das Juz gewinnen kann.

Seit Mai vergangenen Jahres laufen seine Bemühungen, einen Jugendbeirat zu installieren: „Mit der Einrichtung dieses Jugendbeirates erhält die Stadt Püttlingen einen weiteren Ansprechpartner, der bei der Konzeption und Verwirklichung von Maßnahmen für Jugendliche mitwirkt und das Recht auf Anhörung hat.“ Auch die Sorgen der Elternvertretungen sind ihm bekannt. „Durch die Elternvertretung der Grundschule Köllerbach erhielt ich im Februar eine Anfrage über die Schulwegsituation. Die Elternvertretung kritisierte die komplette Verkehrssituation rund um den Schulbereich, bei einem Ortstermin konnte ich mir davon selbst ein Bild verschaffen.“ In der Pater-Eberschweiler Grundschule sorgte sich die Elternvertretung um den baulichen Zustand des Schulgebäudes. Klein: „Die baulichen Mängel wurden zeitnah behoben.“ Auch in die Diskussion um die schwierige Personalsituation an der Kita Berg hat sich der Jugendbeauftragte eingeschaltet.

Kleins Fazit nach dem ersten Jahr: „Anfänglich war es sehr schwierig, da das Amt längere Zeit aufgrund der Krankheit meines Vorgängers unbesetzt war.“ Doch nach einer gewissen Einarbeitungszeit, in der ihn vor allem Bernd Bläs von der Stadtverwaltung kräftig unterstützt habe, laufe es gut.