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Munteres Farbenspiel im Trimm-Treff

Munteres Farbenspiel im Trimm-Treff

Der Püttlinger Trimm-Treff stand am vergangenen Wochenende ganz im Zeichen des Gerätturnens. Beim Landeseinzelfinale zeigten 163 Sportlerinnen, was sie am Stufenbarren, am Boden, beim Sprung und auf dem Schwebebalken alles draufhaben.

Die Jüngsten waren gerade einmal sechs Jahre alt, andere wiederum hatten die 20 bereits überschritten. So verschieden wie die Altersstruktur fiel am vergangenen Samstag und Sonntag im Püttlinger Trimm-Treff auch die Kleidung der Turnerinnen aus. Insgesamt waren 163 Mädchen und Frauen aus 35 saarländischen Vereinen da. Für diesen Wettbewerb qualifizierten sich die drei Ersten der vier saarländischen Gausektionen. Und Teilnehmerinnen sorgten beim Landeseinzelfinale im Gerätturnen für ein munteres Farbenspiel und reges sportliches Treiben.

Eines hatten die Sportlerinnen aber gemeinsam: Sie wollten bei diesem Höhepunkt im Bereich Breitensport ihre Bestleistung abrufen. Wollten das zeigen, was sie sich in etlichen Trainings so hart erarbeitet hatten. Da war der Ärger groß, wenn ausgerechnet an diesem Tag nicht alles so hinhaute wie erhofft: "Heute habe ich kein gutes Gefühl", meinte Julie Hirschmann vom Gastgeber TV Püttlingen . Auf dem Schwebebalken war es für sie nicht gut gelaufen. "Ich bin zwei Mal runtergefallen", erzählte Julie. Die Enttäuschung war ihr anzusehen. Am Ende reichte es immerhin zu Platz sieben im Kürvierkampf.

Clubkameradin Leonie Holzapfel hatte am Vortag im Pflichtvierkampf der Jahrgänge 2006/2007 mehr Erfolg. Am Barren sowie auf dem Schwebebalken turnte sie sogar Tagesbestwert und sorgte für einen Heimsieg der mit acht Turnerinnen vertretenen Gastgeber. Die meisten Starterinnen stellte der TV Lebach , der 19 Athletinnen ins Rennen schickte und mit fünf Siegen die meisten Erfolge einfuhr.

Sehr zufrieden war auch Luisa Welsch vom TV Niederwürzbach . Bereits kurz nach dem letzten Gerät hatte die 19-Jährige ein gutes Empfinden: "Ich hatte nirgends einen Patzer drin. Das kommt selten vor". Ihre Hoffnung auf einen Podestplatz erfüllte sich - und wie: Nach Rang zwei im Vorjahr reichte es nun für ganz oben, obendrein mit dem Tagesbestwert von 12,3 Punkten am Lieblingsgerät Boden.

Erleichtert zeigte sich Pauline Andler vom TV Hüttigweiler nach ihrer Balken-Übung: "Das ist für mich das schlimmste Gerät. Wenn da einmal kurz die Spannung fehlt, ist man direkt unten." Davon war die 15-Jährige aber weit entfernt. Obwohl sie erst seit drei Jahren turnt, zeigte sie mit 11,7 Punkten die beste Übung ihrer Wettkampfklasse und durfte als Dritte erstmals auf das Podium. Ein generell starkes Auftreten attestierte Judith Groß den Sportlerinnen : "Wir haben hier sehr gute Leistungen gesehen. Die Mädchen wurden von ihren Trainerinnen bestens vorbereitet", sagte die Landesfachwartin Gerätturnen des Saarländischen Turnerbunds.