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Müssen dürfen kann ins Geld gehen

Müssen dürfen kann ins Geld gehen

Bis zu 200 000 Euro würde ein Toilettenhäuschen am Püttlinger Busbahnhof kosten. Das ist der Stadt zu teuer. Die vorhandenen sollen für unter 30 000 Euro saniert werden. Zudem wurde im Werksausschuss ein Gehweg zwischen Herchenbach und Sauwasen gefordert.

Die Sitzungen in den verschiedenen Ausschüssen des Püttlinger Stadtrates nutzen die Fraktionen gerne, um ihre Anliegen vorzubringen. Mit einem sehr menschlichen Thema, den öffentlichen Bedürfnisanstalten im Stadtgebiet, befasste sich ein Antrag der CDU-Fraktion in der jüngsten Sitzung des Werksausschusses: Auch wenn eine neue Toilettenanlage im Bereich beziehungsweise im Umfeld des vor wenigen Monaten in Betrieb gegangenen Zentralen Busbahnhofs wünschenswert sei, scheitere dieses Vorhaben doch an der Finanzierung. Unsere Vorfahren hätten sich vermutlich für solche Summen, um eine Bedürfnisanstalt zu bauen, verwundert die Augen gerieben: Zwischen 150 000 und 200 000 Euro koste schätzungsweise eine neue öffentliche Toilette im Innenstadtbereich, teilte Bürgermeister Martin Speicher (CDU ) mit.

Zuschüsse dafür gebe es keine. Statt eines solchen Neubaus plane man daher, die bereits vorhandene Toilette im Stadtpark - die derzeit außer Betrieb ist - zu sanieren, mit einem Kostenaufwand um die 25 000 Euro . Die letztendliche Entscheidung über diese Investition treffe der Stadtrat.

Erforderlich sei es auch, das Toilettenhäuschen am Köllerbacher Sportplatz zu sanieren (ebenfalls außer Betrieb), zumal dort ein neuer Kinderspielplatz entstehen soll. Dort liegen die geschätzten Kosten zwischen 3000 und 4000 Euro , über deren Einsatz ebenfalls der Stadtrat entscheiden muss.

In einem weiteren Antrag, diesmal von der SPD , ging es um einen Gehweg: Nicht zum ersten Mal forderte die SPD-Fraktion den Ausbau der Landstraße 140 mit einem Gehweg zwischen dem Ortsende von Herchenbach und dem Ausflugsziel "Sauwasen". Hauptgrund: Die Straße ist sehr eng, so dass Spaziergänger wie Fahrradfahrer hier häufig in Bedrängnis kämen. Und das selbst dann, wenn Autofahrer die hier geltende Geschwindigkeits-Begrenzung einhielten, so die SPD . Die Anregung, so hieß es, werde von der Verwaltung geprüft und komme in einer der nächsten Sitzungen des Werksausschusses zur weiteren Beratung auf die Tagesordnung.

Zum Thema:

HintergrundÖffentliche Toiletten gab es schon vor fast 5000 Jahren in Mesopotamien (heute Teile von Syrien und Irak). Der 19. November ist - kein Witz - der "Welt-Toilettentag", von den Vereinten Nationen ausgerufen auf Betreiben der Welttoilettenorganisation, deren Ziel die weltweite Verbesserung hygienischer Bedingungen ist. red