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SF Köllerbach gewinnen nervenaufreibendes Spiel: Mit 40 Jahren emotional am Ende

SF Köllerbach gewinnen nervenaufreibendes Spiel : Mit 40 Jahren emotional am Ende

Der Saarlandligist SF Köllerbach gewinnt ein nervenaufreibendes Spiel bei der SV Elversberg II mit 2:1.

„Ich werde keine 60 Jahre alt, wenn noch mehr solcher Spiele kommen“, sagte Robin Vogtland – und stöhnte. Trotzdem grinste der Spielertrainer der Sportfreunde Köllerbach dann aber bis über beide Ohren. Er hatte mit seiner Mannschaft gerade in der Fußball-Saarlandliga beim Tabellendritten SV Elversberg II mit 2:1 (1:0) gewonnen. In der dramatischen Schlussphase hatten die Elversberger in der Partie am Sonntag im St. Ingberter Mühlwaldstadion mehrfach den Ausgleich auf dem Fuß. Doch am Ende jubelten die Sportfreunde, die zuvor drei Mal nicht gewonnen hatten.

Den Grundstein für den Erfolg legte Köllerbach in der ersten Halbzeit. In der 2. Minute hatte Basel Mohammad die Führung auf dem Fuß, traf aber nur das Außennetz. Elversberg II war mit der Empfehlung von 25 Treffern in acht Saisonspielen in die Partie gegangen. Von der besten Offensive der Liga sah man aber lange Zeit nichts. Die Köllerbacher Edwin Heier und Ognyan Mitkov liefen im Zentrum geschickt die Räume zu. Und die Verteidigung um Nils Borgard und Hussein Ali gewann fast jeden Zweikampf. Chancen hatte nur Köllerbach. Dennoch verlief die Partie lange Zeit torlos. Das lag auch am starken Elversberger Torwart Joshua Blankenburg. Er parierte gegen Mitkov (16. Minute), Borgard (18.) und Yacine Hedjilen (35.).

In der 37. Minute ging Köllerbach in Führung. Roni Ciftci ließ den Ball nach einem weiten Pass auf Mohammad abtropfen. Der passte quer auf Mitkov, der aus 16 Metern oben links zum 1:0 traf. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hätten die Sportfreunde auf 2:0 erhöhen können. Ciftci setzte sich zuerst stark gegen die Elversberger Defensive durch, schloss dann aber selbst ab, statt auf den besser postierten Meriton Mehmeti zu spielen.

Auch nach der Pause war Köllerbach zuerst besser. Doch nach einer knappen Stunde übernahm Elversberg II das Kommando. Gäste-Torwart Sascha Segarra-Gil parierte zunächst einen Schuss von Edip Aslan (56.). Dann lenkte er einen Kopfball von Pascal Steletta über die Latte (57.). Mitten in der Elverberger Drangphase schlug Köllerbach zu. Hedjilen erlief in halblinker Position einen Steilpass und traf zum 2:0 (78.). „Mit der Picke in die kurze Ecke“, sagte der Torschütze grinsend.

Die Köllerbacher Freude über das Tor währte nicht lange. Eine Minute nach dem 2:0 erzielte Elversbergs Kai Merk nach einem Angriff über die rechte Seite den 1:2-Anschlusstreffer. In den Schlussminuten stand Köllerbach unter Dauerdruck. In der vierten Minute der Nachspielzeit klatschte eine Elversberger Flanke auf die Torlatte. Segarra-Gil klärte den Abpraller ins Aus. Beim anschließenden Eckball fiel das Leder SVE-Spieler Nicolas Waltner vor die Füße. Doch der schoss aus 16 Metern knapp über das Tor. Danach war Schluss.

„Am Ende hatten wir Glück, da haben wir nur noch die Minuten runtergezählt“, sagte Votgtland. Hedjilen meinte: „Die letzten zehn Minuten saß ich auf der Bank. Ich werde kein Trainer. Da bist du ja mit 40 Jahren emotional am Ende.“ Er ergänzte: „Wegen unserer vielen Verletzten spielen wir seit fünf Wochen ständig in anderen Formationen. Jerry Laloe und Hussein Ali sind angeschlagen. Die dürften gar nicht auf dem Platz stehen. Aber wir machen das Beste aus der Situation.“