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| 22:23 Uhr

Sozialmedaille
Ministerin ehrt Leiterin der Kleiderbörse

Püttlingen. Anneliese Schneider erhält für ihr langjähriges Engagement die Sozialmedaille des Saarlandes. Von Andreas Engel

Eine „einmalige Erfolgsgeschichte ist die Kleiderbörse in Köllerbach“, sagte Sozialministerin Monika Bachmann. Jetzt hat die CDU-Ministerin der langjährigen Leiterin der Kleiderbörse, Anneliese Schneider, die Sozialmedaille des Saarlandes verliehen. Zudem erhielten alle Mitglieder des Teams Ehrenurkunden für ihre Arbeit.

„Mit der Sozialmedaille wollen wir Saarländerinnen und Saarländer auszeichnen, die sich im sozialen Bereich große Verdienste erworben und sich auf besondere Art und Weise engagiert haben. Wir wollen diesen Menschen Dank und Anerkennung aussprechen und anderen Ansporn geben, sich ebenfalls für die Gesellschaft einzusetzen“, sagte Sozialministerin Monika Bachmann bei der Verleihung im Schwesternhaus in Köllerbach. Menschen wie Anneliese Schneider seien Vorbilder. Die Ministerin begründete die Auszeichnung mit dem leidenschaftlichen Einsatz von Anneliese Schneider über einen Zeitraum von 30 Jahren. „Sie war Vorsitzende, Organisatorin, Triebfeder und gute Seele des Vereins Kleiderbörse Köllerbach.“

Die Einrichtung war zunächst ein ökumenisches Projekt der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden Köllerbach und wurde 2002 in einen eingetragenen Verein umgewandelt, erinnerte Pfarrer Professor Joachim Conrad. 2017 allerdings habe die Arbeit der Kleiderbörse aufgrund des hohen Alters des Vorstandes und mangels Nachwuchses eingestellt werden müssen. Insgesamt wurden etwa 400 000 Kleidungsstücke eingesammelt und an rund 50 000 Familien und Einzelpersonen verteilt. Besonders dringend gebraucht wurden die Kleidungsstücke 1990 für Flüchtlinge aus der ehemaligen DDR und seit 2015 für Flüchtlinge aus Syrien. Aber Bedarf habe es auch außerhalb dieser „Spitzenzeiten“ immer gegeben, sagte Anneliese Schneider.

Von Anfang an wurden Kleider gegen eine geringe Schutzgebühr abgegeben. Das Geld wiederum, das dadurch erwirtschaftet wurde, kam im Laufe der vielen Jahre 50 Organisationen und Einrichtungen zu Gute. So wurden insgesamt etwa 150 000 Euro eingenommen, mit denen hilfsbedürftige Menschen und Institutionen in der Heimat und in der ganzen Welt unterstützt werden konnten. Aber nicht nur das. Anneliese Schneider hat sie sich im Besuchsdienst der Klinik Püttlingen engagiert und war auch in vielen Altenheimen tätig. Auch von Püttlingens Bürgermeister Martin Speicher kamen großes Lob und Blumen. „Das Ehrenamt hält unsere Gesellschaft zusammen“, sagte er, diese Arbeit könne gar nicht hoch genug gewürdigt werden. Gleichzeitig bedauerte der Verwaltungschef, dass ein Rückgang ehrenamtlichen Wirkens zu registrieren sei, auch in Püttlingen.