Lustspiel mit Lokalkolorit

Diesen Freitag ab 19.30 Uhr in der Stadthalle führt die Neue Volksbühne Püttlingen erstmals das Lustspiel „Castinglust und Rollenfrust“ auf. Wir haben die Hobbyschauspieler bei ihrer Kompaktprobe besucht.

Lustspiel mit Lokalkolorit. Das Theaterstück "Castinglust und Rollenfrust", das die Neue Volksbühne ab Freitag in der Stadthalle spielen wird, sitzt. Der Komplettdurchlauf bei der Kompaktprobe im Gasthaus Schmeer auf der Ritterstraße klappte prima. "Wir sind gut aufgestellt, jetzt kommt der letzte Schliff", sagt Regisseurin Bettina Michels.

Ehepaare tauschen die Rollen

Im Spätersommer haben sich Richard Kuhnert, Gerhard Linnenberger und Berti Stein als Heinzelmännchen betätigt und die Bühne so aufgebaut, wie sie später in der Stadthalle stehen wird. So kann jetzt Eins zu Eins geprobt werden. Ein paar Farbtupfer für die Wohnzimmer-Athmosphäre fehlen noch. Regisseurin Bettina Michels muss noch Tapeten kaufen, Kissenbezüge nähen und ein Bild für die Wand malen. Eigentlich kam sie 2001 über die bildende Kunst zur Bühne. Sie wollte Plakate malen. Schnell wurde mehr daraus. Sie führte Regie beim Kindertheater, sagt: "Dann haben mich die Erwachsenen gekrallt."

Bettina Michels nutzt ihre Keramikwerkstatt im Püttlinger Künstler Eck zum Requisitenbau. Diesmal will sie eine Fernsehkamera konstruieren. Ab dem zweiten Akt wird das Lustspiel im Wohnzimmer zur Fernsehshow. Drei Ehepaare tauschen die Rollen. Die Männer werden zu Frauen, die Frauen zu Männern. Die beiden Teams (Heinrich Heinz, Godeke Michels, Markus Derrenbächer und Edeltraud Gräsel, Kornelia Jochum, Christina Bschorr) müssen geschlechterfremde Aufgaben erledigen, Tupperwareparty, Baumarktbesuch und so. Es gibt eine Moderatorin (Yvonne Stockart) und einen Notar mit holländischem Zungenschlag (Christoph Leschick).

Statistinnen mit Teebeuteln

Hochdeutsch mit Striemen sorgt für zusätzliche Pointen. "Püttlinger Platt muss dabei sein", meint Theaterleiter Detlef Stockart. Anfangs hat Bettina Michels alle Theatervorlagen neu geschrieben und in Dialekt umformuliert. Mittlerweile sind die Darsteller so geübt, dass es einfach so aus dem Stehgreif klappt. Regisseurin Michels ist um Regieeinfälle nie verlegen. Diesmal schwebt ihr vor, dass Maskenbildnerin Andrea Heckmann-Schwarz mit Schminkköfferchen Hinter-den-Kulissen-Atmosphäre auf die Bühne bringt. Die Inspizientinnen Jutta Penk und Doris Kuhnert sollen mit Teetassen und Teebeuteln als Statistinnen mitwirken. Welchen "netten Theaterkollegen" sie hinter die Kamera stellen wird, will Michels nicht verraten.

Die Neue Volksbühne spielt am Freitag, Samstag und Sonntag, 7. bis 9. November, in der Püttlinger Stadthalle. Eintritt: 8,50 Euro. Vorverkauf: Buchhandlung Balzert, Schreibwaren Konrad, Tabakwaren Grün, Gasthaus Jansens Eck, Friseur Heckmann-Schwarz, Kostümverleih Schikofsky.

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HintergrundLust auf Theater ? Die Neue Volksbühne Püttlingen und ihr Publikum freuen sich immer über neue Gesichter. Neue Darsteller erweitern das Rollenspektrum. Vom Statisten, der nur mal kurz wortlos über die Bühne huscht, bis zum Hauptdarsteller ist alles drin. Für Leute, die selbst nicht auf die Bühne möchten, aber Theaterluft lieben, gibt es Aufgaben hinter den Kulissen: Kostüme, Bühnenbild, Maske. Hinzu kommen Pressearbeit, Programmheft und Plakate.Weitere Infos gibt es in der Pause bei der Aufführung in der Püttlinger Stadthalle oder bei Theaterleiter Detlev Stockart, Telefon (0 68 98) 6 10 27. hof www.volksbuehnepuettlingen.de