Letztes Gewerk entsteht in Jabach

Die Arbeiten an der Saarbahnstrecke von Heusweiler bis Lebach gehen in die Endphase. Während derzeit die Software in den Stellwerken für die Anforderungen der neuen Strecke erweitert wird, entsteht in Jabach ein Wartungsdepot. Demnächst beginnen die Schulungsfahrten.

Die Saarbahn baut im Bereich des früheren Bahn-Stellwerks Lebach neben der Jabacher Straße eine Fahrfertigmachhalle für einen Saarbahnzug sowie eine Gleisabstellanlage. Das ebenfalls notwendige Sozialgebäude für Saarbahn-Mitarbeiter ist bereits fertig gestellt. Laut Planungsingenieur Daniel Bürtel sind die drei Projekte vorgesehen, damit die letzten in Lebach ankommenden nächtlichen Züge nicht mehr zur Reinigung und Wartung nach Brebach zurückfahren müssen.

Die Halle wird 50 Meter lang und ist mit einer Wartungsgrube ausgestattet. Die Gleisabstellanlage fasst bis zu acht Saarbahn-Züge. Bürtel beziffert die Kosten für letztere auf 1,5 Millionen Euro und die für die Halle auf eine Million. Das Sozialgebäude schlug mit 300 000 Euro zu Buche.

Bis Anfang August sollen alle Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Während in Jabach noch emsig mit Beton geschafft wird, überprüfen Techniker die Kommunikation zwischen dem vorhandenen Stellwerk in Heusweiler am Verkehrskreis Jungs Wies und den neu errichteten Stellwerken. Diese befinden sich in Eiweiler nahe dem Laminate-Werk und in Landsweiler beim Haltepunkt Nord. Geprüft wird auch die Kommunikation zwischen den einzelnen Stellwerken und den Fahrzeugen und auch zu den den Streckenkomponenten wie etwa Signale. Während Abstimmungsarbeiten an der Elektronik musste der Zugverkehr zwischen Walpershofen/Etzenhofen und dem bisherigen Endpunkt Heusweiler Markt für drei Tage eingestellt werden. Nach Abschluss der Software-Erweiterung wird die neue Strecke noch einmal von Prüfern des Eisenbahn-Bundesamtes abgenommen. Noch im Juni sollen Schulungsfahrten für die Zugführer beginnen.

Nur wenige Tage vor der für den 6. Oktober dieses Jahres geplanten Inbetriebnahme des Zugverkehrs werden dann noch die Fahrscheinautomaten und die Anzeigetafeln an den insgesamt sieben neuen Haltepunkten montiert.