Köllertaler waren Wahl-freudig

Ein Blick auf das Abschneiden der Parteien in den drei Köllertal-Kommunen. CDU legt zu, SPD bleibt gleich, Linke muss ein paar Federn lassen, Grüne schmieren ab.

Mehr Bürgersinn im Köllertal: Die Wahlbeteiligung ist in allen drei Köllertal-Kommunen im Vergleich zur Landtagswahl 2012 deutlich gestiegen. In Püttlingen lag die Beteiligung - gestiegen um 5,3 Prozentpunkte - mit knapp 75 Prozent am höchsten, dicht gefolgt von Heusweiler und Riegelsberg, die beide sogar einen Anstieg von 7,3 Prozentpunkten verzeichnen.

Die CDU, im Landesdurchschnitt bei 40,7 Prozent, hat jetzt auch in Heusweiler und Riegelsberg die 40-Prozent-Marke geknackt. In Püttlingen hatte sie schon 2012 bei 47,7 Prozent gelegen und konnte jetzt noch etwas erhöhen (auf 49 Prozent).

In Püttlingen ist die CDU traditionell stark, hinzukommen dürfte auch ein "Ministerpräsidentinnen-Bonus", da Annegret-Kramp-Karrenbauer bekanntlich Püttlinger Bürgerin ist.

In Riegelsberg schaffte die CDU sogar einen Zuwachs von 6,3 Prozentpunkten auf 42,6 Prozent.

Während die SPD im Land einen kleinen Rückgang auf 29,6 Prozent hinnehmen musste, sind die Sozialdemokraten im Köllertal in allen drei Kommunen auf dem gleichen Stand wie vor fünf Jahren geblieben. In Heusweiler und Riegelsberg liegt die SPD dennoch etwas unter dem Landesdurchschnitt, in Püttlingen mit 23 Prozent sogar deutlich darunter.

Die Linke musste im Köllertal leichte Verluste hinnehmen, in Püttlingen und Riegelsberg etwas weniger, in Heusweiler etwas mehr als im Landesdurchschnitt, wo die Linke bei 12,9 Prozent liegt.

Die FDP hat in allen drei Köllertal-Kommunen zugelegt, schaffte in Püttlingen aber dennoch nur 2,8 Prozent, in Riegelsberg vier Prozent. Die "Fünf-Prozent-Marke" knackte die FDP nur in Heusweiler spürbar mit 6,9 Prozent, womit sie das beste Ergebnis im Land erzielte und damit auch mehr als das Doppelte des Landesergebnisses (3,3 Prozent) einfuhr. Das mag zum einem auch dem "Landesvorsitzenden-Bonus" durch einen sehr aktiven Oliver Luksic aus Holz zu verdanken sein, zum anderem aber auch dessen deutlicher Aussage "Windkraft, nein danke".

Populistische Parolen verfingen in Heusweiler und Püttlingen bei etwas unter sechs Prozent der Wähler, in Riegelsberg bei etwa fünf Prozent, die AfD wählten.

Für die Grünen ging es abwärts - selbst in Riegelsberg, wo die Grünen im Köllertal am aktivsten sind, schafften sie nur noch 4,3 Prozent. In Püttlingen - hier befindet sich die Partei seit Jahren im Tiefschlaf - sind es gerade mal noch 2,6 Prozent für "Grün".

Die Exoten einschließlich der rechtsradikalen NPD konnten keine Erfolge verbuchen. So erhielt etwa in Riegelsberg das "Bündnis Grundeinkommen" ganze drei Stimmen, was - gerundet - einem Anteil von null Prozent entspricht, während es die Partei "Demokratische Bürger Deutschland" auf fünf Stimmen und damit auf 0,1 Prozent brachte.